Im Rahmen unserer

Jubiläumsverlosung

antworteten Autoren und Illustratoren auf Leserfragen.

Es waren online für Sie:

Antje Babendererde
Tamina Berger
Ulrike Bliefert
Bettina Brömme
Hanna Dietz
Lukas Erler
Jana Frey
Christian Gailus
Pina Gertenbach
Beatrix Gurian
Kirsten John
Daniela Kohl
Krystyna Kuhn
Kathrin Lange
Jakob M. Leonhardt
Christian Loeffelbein
Robin Lyall
Dorothee Mahnkopf
Angela Mohr
Sophie Schmid
Rainer Wekwerth

157 Responses to Autoren Fragestunde

  1. Arena Verlag sagt:

    Liebe alle,

    vielen Dank für diese wunderbaren Fragen an unsere Autoren! Da waren wirklich viele interessante Fragen und Antworten dabei!

    Zum Glück gibt es noch weitere Verlosungen in den kommenden Wochen, sodass hoffentlich alle, die dieses Mal kein Glück bei der Losfee hatten, ab Samstag wieder dabei sind.

    Gewonnen haben dieses Mal:
    Hieronymus Frosch: wayland liest
    Muffin-Club: Birgit. B
    Hexe Lilli Witze: Nicole Sch.
    Lotta: Opa Willy
    Lotta Hörbuch:Tiffi2000, Heike König-Zimmermann, yadah, Gerli, athleticguy, Gundi

    Herzlichen Glückwunsch!
    … und bis zum nächsten Mal liebe Grüße
    von ganz Arena

  2. Tiffi2000 sagt:

    Mich würde interessieren, inwieweit der Autor und der Illustrator Einfluss auf die Covergestaltung haben. Nach welchen Kriterien wird sich denn für ein Cover entschieden?
    LG

    • Hanna Dietz sagt:

      Hallo TiffI!

      Der Autor schreibt zwar den Text, aber für das Cover sind andere Leute zuständig. Beim Arena-Verlag zum Beispiel gibt es tolle Grafiker, die sich dann passend zu dem Buch Bilder einfallen lassen und umsetzen. Das finde ich persönlich richtig toll! Denn oft bin ich selbst überrascht, was für schöne Ideen das sind, auf die ich nie gekommen wäre. Aber natürlich kann ich auch sagen, wenn mir was nicht gefällt. Aber letzten Endes darf der Verlag entscheiden. Das sind schließlich die Leute, die dafür sorgen müssen, dass sich das Buch auch gut verkauft.

      Liebe Grüße
      Hanna Dietz

  3. Meine Tochter würde gerne wissen, wer denn eigentlich bestimmt, wie viele Bilder in ein Kinderbuch kommen? Wird erst die Geschichte geschrieben und dann der Illustrator gesucht? Oder wirkt der Zeichner während des Schreibens schon mit?
    Meine Tochter würde sich über das Jumbo Hörbuch Lotta Leben sehr freuen!

    • Hanna Dietz sagt:

      Liebe Verena, da ich gerade die Idee für ein Kinderbuch aufgeschrieben habe, lerne ich momentan genau diese Dinge. Also: Es ist sehr unterschiedlich. In meinem Fall ist es so, dass ich den Text schreibe und später der Illustrator gesucht wird, der die passenden Bilder dazu malt. Wie viele das sind, das entscheidet der Verlag. Bei manchen Kinderbüchern malen die Autoren aber auch selbst die Bilder, so wie zum Beispiel Stefanie Dahle. Das könnte ich auch gerne!

      Liebe Grüße!
      Hanna Dietz

  4. Birgit.B sagt:

    Hallo, mich würde interessieren wie es bei den Autoren mit dem Schreiben angefangen hat? Wann kam die Idee Autor zu werden und Bücher zu schreiben?
    lieben Dank schon mal für Eure Antworten :-)
    mein Buchwunsch wäre der Muffin Club

    • Tamina Berger sagt:

      Hallo Birgit,
      bei mir kam der Wunsch, Autorin zu werden, relativ spät. Ich war damals auf der Suche nach etwas, um meine Freizeit mit etwas Sinnvollem zu füllen, nachdem meine Tochter in den Kindergarten ging und ich plötzlich Zeit zur Verfügung hatte. Es sollte etwas sein, was mir Spaß machte, aber auch etwas, das ich von zu Hause aus tun konnte. Gelesen habe ich immer gerne, schon als Kind. Da kam ich auf die Idee, es selbst mit Schreiben von kleinen Geschichten zu versuchen. Von da war ich mit dem Schreibvirus infiziert. Ich könnte mir nicht mehr vorstellen, wie es ohne Schreiben wäre.
      LG Tamina

    • Liebe Birgit,
      ich habe angefangen Eigenes zu schreiben, da war ich neun oder zehn. Mit dreizehn wurden es dann schon richtige Geschichten, später kleine Romane. Allerdings hörte das Schreiben mit 17 auf – und bis dahin war ich auch nicht auf die Idee gekommen, es zum Beruf zu machen. Es hat einfach Spaß gemacht, die eigen Fanatsie so auszuleben.
      Nachdem ich 30 geworden war, fing es wieder an, diesmal mit Macht. Und Ausdauer. Ich habe geschrieben, Geschichten aufgebaut, geübt.
      Und dann wollte ich wissen, ob das Ganze lesbar ist und habe ea an Freunde und Verwandte verteilt. Das Feedback war positiv, also begann ich, an Verlage zu schreiben – ohne Erfolg. Aber das war der Moment, als ich “es wissen wollte”, als ich dachte, irgendwie muss es doch gelingen und ich wusste, ich würde nicht aufgeben. Verwandte und Bekannte betrachteten mein Treiben inzwischen mit einigem Mitleid – aber ich habe mich nicht beirren lassen. Aus dem einfachen Grund, weil ich zu ahnen begann, dass ich gefunden hatte, was ich wirklich machen wollte.
      Es hat ungefähr sieben Jahre und vier dicke Manuskripte gebraucht, bis mein erstes Buch in einem kleinen Verlag veröffentlicht wurde (heute übrigens zu haben bei Arena unter dem Titel “Rain Song”). Und dann ging alles immer noch sehr langsam. Der Verlag konnte keine weiteren Bücher drucken, also begann die Suche nach einem anderen Verlag. Vier Jahre später kam dann mein erster Jugendroman bei Arena heraus und von da an ging es unerwartet flott aufwärts, sodass ich heute von meiner Arbeit leben kann.
      Also, eine Senkrechtstarterin war ich auf jeden Fall nicht, und der Wunsch, Schriftstellerin zu werden, kam relativ spät.

  5. Nadja sagt:

    Mich würde interessieren, ob ihr eure Ideen vorher skizziert und einen groben Rahmenplan schreibt, was alles so in der Geschichte passiert/passieren soll oder ob ihr einfach drauflos schreibt.
    Gibt es ein bestimmtes Thema, über das ihr gerne schreiben bzw. das ihr gerne illustrieren wollt?
    Habt ihr als Autor eigentlich Einfluß darauf, wie eure Figur im Buch als Illustration aussehen soll? Besprecht ihr euch?
    Und ganz allgemein: Wie sieht euer Tagesablauf aus?
    Steht ihr früh auf & fangt (nach Erledigung eventueller Hausarbeit) an zu schreiben oder lasst ihr es auf euch zukommen?

    Liebe Grüße
    Nadja

    PS: Mein Buchwunsch wäre der Muffin-Club

    • Krystyna Kuhn sagt:

      Liebe Nadja,
      Ich habe jahrelang “intuitiv” gearbeitet, mich an den Schreibtisch gesetzt und mich gefragt: Und was passiert jetzt? Inzwischen will, brauche ich einen PLAN! Denn dann habe ich mehr Zeit und Energie für die Feinheit, Schönheit und Lebendigkeit des Textes.
      Dann treten Schreibblockaden seltener auf, ich gehe motivierter an den Schreibtisch (gleich nach dem Frühstück) und bin am Abend glücklicher.
      Wenn ich in einer intensiven Schreibphase bin, existiert für mich nichts anderes. Ich denke nicht an Wäsche, Steuer, Termine, Rechnungen. Das ist zwar anstrengend, aber ich liebe diese Phase :)

    • Pina Gertenbach sagt:

      Liebe Nadja, für mich als Illustratorin gibt es eine Menge Themen, die ich gerne irgendwann noch illustrieren würde. Bisher waren es schon, Ritter, Gespenster, Seeungeheuer und Dinosaurier. Piraten wären vielleicht noch eine nette Ergänzung. Aber insgesamt machen Fantasie-Figuren wie Monster und Drachen besonders Spaß, weil man sich da richtig austoben kann.
      Mein Tag beginnt meistens zwischen 9 und 10. Wenn die Illustrationsabgabe näher rückt, auch mal etwas früher. Aber auch wenn ich von zu Hause arbeite, versuche ich einen normalen Arbeitsrythmus beizubehalten und nebenbei nicht zu viel anderes zu machen. Liebe Grüße, Pina

      • Nadja sagt:

        Liebe Pina,

        ich muss euch als Illustratoren mal ein ganz großes Lob aussprechen. Ich arbeite in einer Schulbibliothek & hatte bei der Einarbeitung meines Bestandes jedes Buch mehrmals in der Hand und konnte mich teilweise von den Bücher nicht losreißen, da viele richtig toll illustriert sind!
        Auch meine Schüler wissen es durchaus zu schätzen, wobei hier eher die jüngeren Klasse – in der 6. Klasse ist man anscheinend “zu cool” um die hübschen Bilder zu würdigen (zumindest mein Eindruck :)).

        Von mir also ein dickes, großes Dankeschön!
        Liebe Grüße
        Nadja

    • Liebe Nadja,
      früher hab eich immer einen ganz ausgetüftelten Plan gehabt, vor allem bei den Thrillern, aber je länger ich schreibe desto mehr weiß ich auch, dass ich da auch freier sein darf und muss und wenn Figuren plötzlich was ganz anders machen als geplant freue ich mich, weil es bedeutet, dass sie immer lebendiger werden. Aber ganz ohne Plan könnte ich das vor allem bei den längeren Romanen nicht. Meine allerbeste Arbeitszeit ist sehr früh morgens gleich raus aus Bett mit niemandem reden, keinen Kaffee, keine Zähne putzen ( ja iieh, kommt dann später ;-) und gleich schreiben, da kommen die schönsten Texte dabei raus. Alles andere mache ich, wenn ich mein Tagespensum geschafft habe. Klingt gar nicht kreativ eher so beamtenhaft, aber regelmäßig arbeiten ist auch seehr hilfreich… Liebe Grüße Beatrix

    • Liebe Nadja,
      ich habe meist einen groben Plan (den muss man haben, sonst gibt es keinen Verlagsevertrag:-), weiß also, wer die Hauptfiguren sind und wie sie aussehen, was ihre Ausgangssituation ist, in welche schwierige Lage ich sie bringen werde und wie sie ungefähr am Ende dastehen werden. Ich weiß natürlich auch, wo das Ganze spielen wird – und dann lege ich los, und zwar nach dem Frühstück. Das heißt, an normalen Schreibtagen 7 Uhr, an “heißen” Schreibtagen auch schon mal 5 Uhr, dann ohne Frühstück.
      Ich lasse meinen Figuren viel Freiheit, das Schreiben ist also auch Abenteuer für mich. Wenn dann allerdings die Arbeit mit dem Lektorat beginnt, und Szenen oder Personen verschwinden sollen, dann merke ich meistens, dass mein Unterbewusstein ja doch einen ganz konkreten Plan ausgetüftelt hat. Trotzdem bin ich bereit, Änderungen vorzunehmen, denn durch die Ratschläge eines guten Lektors wird der Text meistens besser. Beim schreiben sieht man manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht.
      Liebe grüße, Antje

    • Robin Lyall sagt:

      Liebe Nadja,

      mich abends mit einem schönen Glas Rotwein (oder Apfelschorle) hinsetzen und warten, bis mich die Muse küsst ;-) … das passiert tatsächlich ab und zu – aber weil ich davor dann bereits einen ganzen Arbeitstag lang am Rechner gesessen und geschrieben oder (Korrektur) gelesen habe … Quasi wenn ich Überstunden mache, weil ein Abgabetermin näherrückt oder Korrekturen ganz schnell zurück ins Lektorat müssen, dann gönne ich mir das mal als “Bonbon”.
      Mein Arbeitstag ist ziemlich geregelt, auch wenn ich von zu Hause arbeite – vielleicht sogar länger als ein “Arbeitnehmertag”. Wenn mein Kind zum Schulbus geht, laufe ich als erstes mit dem Hund in den Wald und tanke auf – und dann gehts mit Kaffee und Wasser ins Arbeitszimmer… In “heißen Schreibphasen” kommt bei mir fast alles andere zu kurz. Da merke ich manchmal erst am Nachmittag, dass ich noch kein Mittag gekocht habe und die Hausarbeit muss auch mal warten können. Die ist allerdings praktisch, wenn mir mal nichts einfällt. (Stichwort Denkblockade) ;-)
      Ich bemühe mich, mir die Schreibarbeit einzuteilen. Sowohl, was das Tagespensum (bestimmte Seitenzahl schaffen) angeht, als auch vorher ein Gerüst zu haben: Das Konzept – eine schon recht genaue Inhaltsangabe und sowas wie kleine Charakterstudien und Geschichte der Hauptpersonen. Das hilft mir und auch dem Verlag – der kauft ja auch ungern “die Katze im Sack” und möchte wissen, worum es in meiner neuen Geschichte geht. Und in Gesprächen mit dem Lektorat oder der Agentur stößt man auch unter Umständen auf eine Ungereimtheit in der Idee – ein durchaus kreativer Prozess also!
      Ideen für neue Geschichten hab ich jede Menge… es fällt mir schwer, mich da auf eine konkrete festzulegen. Aber ein “Verwirrspiel” im weitesten Sinne, wo alles anders ist, als man auf den ersten und zweiten Blick vermutet! Das würde mich reizen… ;-)

      Liebe Grüße,
      Robin Lyall

    • Nadja sagt:

      Wow!!!
      Vielen lieben Dank für eure ausführlichen Antworten! Es ist wirklich spannend euch “über die Schulter” gucken zu dürfen. Früher waren für mich Autoren noch recht gesichtslos (auch wenn das Früher eigentlich nicht wirklich so lange her) und mit euch in Kontakt zu treten war auch nicht so leicht. Umso schöner finde ich, was jetzt möglich ist :)

      Liebe Grüße
      Nadja

  6. BIGGI sagt:

    Nachtrag :

    Wir würden uns über : ” Der Muffin-Club ” als Wunschbuch sehr freuen ! :)

    :) Einen schönen Sonntag !

  7. … und hier gehört sie eigentlich hin, die Antwort in Sachen Ribanna, Winnetou und grasende Bisons … (s.o.)

  8. Michelle P. sagt:

    Wenn ihr Kinderbücher schreibt, habt ihr ebenfalls (schon) Kinder, die vielleicht als eure besten Kritiker die Bücher vorab lesen und euch beraten?

    Wunschbuch: Lotta-Leben, Alles voller Kaninchen

    • Guten Morgen! Gute Frage! Da unsere Tochter bereits erwachsen ist, würde mich das ebenfalls interessieren!

    • Liebe Michelle P., meine Kinder (12 und 6 Jahre alt) lesen zwar auch meine Bücher und sagen mir dann, wie sie sie finden; aber richtig beraten tun sie mich nicht. Ich weiß auch nicht, ob das wirklich funktionieren würde. Ich glaube, der Einfluss der Kinder ist eher so, dass man als Erwachsener eben dauernd mit der Erlebniswelt der Kinder zu tun hat, also die Welt auch durch ihre Augn sieht, und dadurch neue Idenn bekommt oder die Sache auf eine andere Art und Weise sieht. Jedenfalls bei mir ist das so.

    • Tamina Berger sagt:

      Ich habe eine erwachsene Tochter und einen Sohn im Teenageralter. Sie lesen beide gerne, aber vorab bekommen sie das Manuskript nicht zu sehen. Erst, wenn ich die Belegexemplare habe, kriegen sie je ein Buch von mir. Aber wenn ich irgendwo hänge oder spezielle Informationen brauche, was Jugendliche und ihre Vorlieben angeht, da frage ich sie schon mal nach Rat.
      LG Tamina

    • Angela Mohr sagt:

      Liebe Michelle,
      Manuskripte bekommen meine Kinder nicht zu lesen (der Jüngere ist dafür ohnehin noch zu klein und beschwert sich schon seit Längerem, dass ich nur doofe Jugendbücher schreibe;-)) Meinen jugendlichen Sohn konsultiere ich aber während der Schreibphasen hin und wieder durchaus als Berater, z.B. wenn es um Jugendsprache geht (“sagt man das so?”) oder in Bezug auf Computerspiele (“wie heißt dieses Ding, mit dem man diese Computerspiele spielt? du weißt schon, früher war das ein joystick …)
      Nicht alle Vorschläge werden dann allerdings aufgenommen (nein, mein Lieber, ich finde nach wie vor, “F*…*stute” ist kein gutes Synonym für “Schnalle”..)

      Besonders liebe ich unsere “Titel-Runden”, wenn es also um den Buchtitel geht. Da ist die ganze Familie sehr wild drauf und wir haben einen Abend lang einen Heidenspaß, auch wenn die Titel meist eher skurril werden als passend ;-)

  9. wayland liest sagt:

    Hallo liebe Autoren,
    Mich würde sehr interessieren, ob ihr beim Schreiben eines Kinderbuches eigentlich schon Bilder im Kopf habt oder ob ihr euch später vom Illustrator überraschen lasst? Kommt es auch mal vor, dass die Bilder zuerst da sind?

    Diese Woche würde mich Hieronymus Frosch sehr interessieren. Das klingt wirklich mega süß <3

    • Lieber Wayland, ich habe zwar Bilder beim Schreiben im Kopf – und beschreibe ja auch Personen, z.B. als “groß, dünn und Brillenträger”, und damit gibt man ja dem Zeichner auch schon was vor. Aber Benedikt Beck hat bei den “Ghostfightern” einfach noch seinen ganz eigenen Stil mit reingebracht, das heißt, wie er die Beschreibungen ausgemalt hat, das hat er so gemacht, wie nur er es kann. Und das hat mich dann schon auch überrascht – aber im guten Sinn! Ich finde seine Zeichnungen einfach klasse!

    • Jakob M. Leonhardt sagt:

      Beides! Ich habe zwar jede Menge Bilder im Kopf – aber ich bin genauso immer sehr gespannt, welche Illustrationen sich Fréderic Betrand einfallen lässt. Da war inzwischen schon einige Bände zusammen gemacht haben, kann ich mir oft aber auch schon vorstellen, wo und was er sich einfallen lässt. Ab und zu äußere ich auch einen “Illustrationswunsch” – und bisher war ich immer vom Ergebnis begeistert.

  10. Anne sagt:

    Hallo, mich würde interessieren: wieviel Freiheit hat der Illustrator bei der Entwicklung der Figuren? Und wenn er/sie eher weniger Freiheit hat, wer redet ihm mehr drein, der Autor oder der Verlag

    • Daniela Kohl sagt:

      Hallo liebe Anne,
      an ein paar Dinge wie Altersgruppe, welcher Stil passt zum Text, Erzählweise, Stimmung, Figuren-Umfeld oder Art der Geschichte sollte man bei der Figurenentwicklung denken. Ansonsten hat man schon viel Freiheit, finde ich und kann auch oft was Neues ausprobieren. Die Entwürfe gehen dann an den Verlag zur Korrektur (die meist aus einem breiten Grinsen besteht).
      Herzlicher Gruß,
      Daniela Kohl

    • Jakob M. Leonhardt sagt:

      Im besten Falle sind Autor und Illustrator ein gut eingespieltes Team. So habe ich es auch mit Fréderic Betrand empfunden, so dass von meiner Seite aus keine wirklichen Vorgaben nötig waren. Aber natürlich muss man zu Beginn einer Serie die “Geschmacksrichtung” der Illus abstimmen – wie ernst oder lustig sollen sie sein, mehr für Jungs oder mehr für Mädchen, wie jung oder doch schon ein wenig erwachsen.

    • Anne sagt:

      Danke für die Infos – der Prozess klingt spannend :-)

      (Hab außerdem gemerkt, dass ich mir kein Buch gewünscht hätte – der Hieronymus wäre toll :-) )

  11. Heike König-Zimmermann sagt:

    Die Frage kommt von meiner Tochter, sie leidet an Ads und hat eine entwicklungsverzögerung, schreibt aber selber auch gerne Geschichten.
    Woher nehmt ihr immer all eure Ideen beim schreiben? Ich schreibe über Feen und Hexen und Tiere.
    Wie wird man Autor?

    • Liebe Tochter von Heike :-)
      Autor/in kann man auf ganz verschiedene Weise werden. Es gibt Schreibschulen, da kann man allerlei nützliches Handwerkzeug lernen. Wer Autor werden will, sollte selbst gerne lesen und man braucht viel Durchhaltevermögen. Also lesen, lesen, lesen und schreibe, schreiben, schreiben. Aber das machst du ja offensichtlich schon.
      Und wenn dann eine Geschichte fertig ist, dann kannst du ja mal bei einem Schreibwettbewerb mitmachen. Später, wenn man einen fertigen Roman hat, oder viele gute Gecshichten oder eine Sammlung von Gedichten, muss man sich auf Verlagssuche machen. Dafür braucht man dann viel Geduld und Durchhaltevermögen, ein bisschen mehr noch als fürs Schreiben.
      Die Ideen kommen von überall her. Aus einem selbst, wenn man sich besonders für etwas interessiert, oder wenn man etwas erlebt hat und möchte andere an diesem besonderen Erlebnis teilhaben lassen. Vielleicht liest man einen Zeitungsartikel oder hört eine Geschichte von einem Fremden.
      Du schreibst gerne über Feen, Hexen, und Tiere, da liegst du voll im Trend, viele Autoren schreiben darüber. Also immer weitermachen, nicht aufgeben und vor allem niemals die Freude am Schreiben verlieren. :-)

  12. Huehnchen sagt:

    Was ist schwerer, ein Buch für Kinder/Jugendliche oder eines für Erwachsene zu schreiben? Warum entscheidet man sich für das eine oder andere?

    Wunschbuch: Muffin Club

    • Jana Frey sagt:

      Liebes Hühnchen :)
      Das ist eine schwere Frage – aber fast tendiere ich dazu zu sagen, dass es “schwerer” ist für Kinder und Jugendliche zu schreiben als für Erwachsene…
      Bei aller Liebe zu Spaß und Freiheit ist es doch so, dass wir bei Kindern für sehr junge, sensible Menschen schreiben, deren Seelen noch zart und sensibel sind. Ich denke, das darf man nie vergessen!
      Immer wieder warnt man vor dem “pädagogisch erhobenen Zeigefinger” und will diesen tunlichst und unbedingt vermeiden – aber trotzdem sind Kinder noch verletzlicher und offener und beeinflussbarer als Erwachsene. Darum meine ich, dass Bücher für Kinder zu schreiben, eine sehr intensive und verantwortungsvolle Sache ist!
      Da spricht der 70er-Jahre-Mensch in mir :D

      Liebe Augustabendgrüße aus Mainz,
      Jana

    • Tamina Berger sagt:

      Liebes Hühnchen,
      ich finde beides hat seinen Reiz. Ich schreibe ja sowohl, als auch. Ich schreibe aktuell für Jugendliche, aber auch für Erwachsene und bin froh, dass ich mich nicht für eines von beiden entscheiden muss.
      Jana hat es eben schon in ihrer Antwort geschrieben: Für Kinder und Jugendliche ist es schwerer, man hat als AutorIn einfach mehr Verantwortung. Für Erwachsene zu schreiben heißt für mich, mehr Freiheiten zu haben.
      LG Tamina

    • Liebes Hühnchen,
      ich finde beides gleich schwer oder leicht. Und man entscheidet sich für das, was einen interessiert, so ist es jedenfalls bei mir. Wenn ich nichts zu sagen hätte, egal ob für Erwachsene oder Kinder, könnte ich auch nichts schreiben. Ich schreibe also auch immer übe rdas, was mich interessiert, und mit dem ich etwas anfangen kann.

    • Ich finde es schwerer – Sinne von anspruchsvoller -, ein Buch für Heranwachsende zu schreiben, denn die Zeit, in der ich jung war, ist lange vorbei und es hat sich seitdem enorm viel geändert. Man kann also nicht immer auf Erfahrungswerte zurückgreifen; selbst die Jugenderlebnisse unserer Tochter (Jahrgang `81) waren signifikant anders als die der heute 12-16jährigen. Dass man zudem eine ganz andere Verantwortung für das Geschriebene trägt, als beim Erwachsenenbuch, kommt selbstverständlich noch dazu.
      Leider sehen das viele “Erwachsenen”-Verlage anders. Wer (Zitat) “… bisher ja n u r ” für Kinder oder Jugendliche geschrieben hat, gilt dort mitunter weniger als jemand, der notorisch schlechte Erwachsenenbücher schreibt. Mit dem Kinder- und Jugendtheater ist das übrigens ähnlich: Wer von da den Sprung ins Erwachsenentheater schaffen will, muss schon sehr, sehr viel Glück haben. Übrigens verdienen Schauspieler in Kinderfilmen in der Regel nur ein Drittel ihrer normalen Gage (oder noch weniger): Ist ja “n u r” für Kinder. Als ob man deshalb weniger Text lernen müsste oder schlechter spielen würde! Ich finde es erbärmlich, vorauszusetzen, dass Kinder- oder JugendbuchautorInnen sich nur deshalb an diese Leserschaft wenden, weil so zu doof sind, Bücher für Erwachsene zu schreiben oder dass SchauspielerInnen nur deshalb für Kinder und Jugendliche spielen, weil sie zu unbegabt für das normale Stadt- oder Staatstheater sind. Aber leider ist das ein offenbar nicht ausrottbares Vorurteil.
      Herzlich: Ulrike Bliefert

  13. Achjaaaa …
    Einen Tag lang Ribanna sein und eng umschlungen mit Winnetou den Bisons beim Grasen zusehen …

    Ein Traum! Seit ich 16 war!

    Herzlich: Ulrike Ribanna Bliefert

  14. Opa Willy sagt:

    Schickt ihr als Autor einem Verlag oder mehreren eure Manusskripte und was wäre wenn mehrere Verlage euch zusagen.

    Wunschbuch: lotta

    • Jana Frey sagt:

      Lieber Opa Willy,
      beim allerersten Manuskript, das ich vor vielen Jahren veröffentlicht habe, war es in der Tat so, dass ich den Text damals als dickes Paket :) verpackt, an mehrere Verlage schickte. Es war absolut nicht der richtige Weg, wie ich hinterher erfuhr ;) Klüger sei es, sagte man mir, ein Exposé zu verfassen (garniert mit einer kurzen Vita und einer ebenfalls kurzen Leseprobe) und einer kleinen Abhandlung darüber, wen man mit seinem Text erreichen wolle. Dieses eher kurze Schreiben solle man dann an die Verlage senden – und das eigentliche Manuskript erst auf Aufforderung einzureichen. All das wusste ich damals in meinen Anfängen nicht – und ich schickte darum besagte dicke Textsendungen….
      Aber ich hatte dennoch Glück! Und, in der Tat, gleich zwei Verlage hatten Interesse an meinem Text – und ich habe dann bei Telefonaten mit beiden Verlagen “vorgefühlt” und “vorgeschnuppert” – sozusagen – wo ich mich wohlen fühlte.
      So fing es damals in meinem Fall an :D

      Mit allerbesten Grüßen
      Jana

    • Lieber Opa Willy,
      ich habe eine Agentin – keine Geheimagentin, sondern eine Literaturagentin. Ich habe gehört, dass man ohne Agent oder Agentin keine Chance hat, bei einem Verlag unterzukommen. Ob das stimmt, müsste jemand vom Verlag beantworten. Meine Agentin macht aber viel mehr, als Verlagen Manuskripte anzubieten. Weil sie vom Buchmarkt viel Ahnung hat, bespreche ich mein Ideen schon sehr früh mit ihr und sie sagt dann: Das klingt vielversprechend oder auch: Das eher nicht. Sie gibt mir auch inhaltliche Tipps und erledigt alles Vetragliche – und das ist ja auch wichtig. Ich jedenfalls bin froh, eine Agentin zu haben, die sich uzm mich kümmert.

    • Die meisten AutorInnen haben einen Agenten oder eine Agentin, die Angebot, Vertragsabschluss und Abrechung übernimmt. Und das ist auch gut so! KünstlerInnen sind in der Regel lausige Geschäftsleute …

      Herzlich: Ulrike Bliefert

  15. BIGGI sagt:

    Hallo !
    Ich habe da einige Fragen , die immer wieder aufs neue spannend sind :

    Mich würde mal interessieren , was Sie als Autor machen , wenn eine Schreibblockade vorliegt !
    Wie kommt man zu den Schreibideen ? Oder gibt der jeweilige Verlag Vorgaben ?
    Was ist wenn eine bestimmte Seitenzahl vorgeben ist , aber der eigene Text ist viel länger und mit einer Kürzung wäre er nicht so verständlich oder einfühlsam ?
    Wie geht man mit negativen Kritik um ?
    Kam es schon einmal vor , das eine Buchidee nicht veröffentlicht wurde ?
    Was war Ihr absolutes Lieblings Buch aus den Kindertagen ? Und warum ?

    Danke , für Ihre Antworten und ein schönes Wochenende .

    • Jana Frey sagt:

      Liebe Biggi,
      das sind ja wirklich viele – und spannende – Fragen :)
      Schreibblockaden? Oha… Bis ich die erste hatte, dachte ich, das gäbe es gar nicht bei mir… Aber dann!
      Die erste war die allerschlimmste! Ich dachte damals: ‘Okay, das war’s dann… Alle Ideen WEG! Aus und vorbei!’
      Diese erste Schreibblockade ging zum Glück schnell vorbei, aber es folgten natürlich neue… Mitunter sind sie wirklich zäh.
      Das ist dann richtig mies. Ich habe ja das Haus voller Kinder – und für mich ist ein stilles, streit- und lärmfreies Haus immer wieder ein Quell des Glücks, sozusagen ;)
      Und wenn dann – trotz dieser idealen Voraussetzungen – gar nichts geht: PUH! Ich werde dann ganz rastlos, trinke Tee, Kaffee, Saft, mache mich auf sie Suche nach Süßigkeiten, zupfe Unkraut, miste (Kinder)Zimmer aus, sauge Staub… und bete innerlich, dass die Schreibblockade sich freundlicherweise verzieht…
      Glücklicherweise passiert das auch immer früher oder später :)

      Schreibideen? Die habe ich aber immer! Ideen überfallen mich geradezu. Wenn ich nur alle Zeit der Welt hätte (und schreibblockadenfrei wäre) würde ich schreiben und schreiben und schreiben…

      Ich muss gleich flitzen – Kinder abholen… :)

      Darum, erstmal noch ganz rasch: Mein Lieblingsbuch aus Kindertagen? Es ist schwer, sich auf eins zu beschränken – aber eines war (und ist) ganz sicher: “Hilfe, die Herdmanns kommen!”
      Wunderbar! Zeitlos! Klug! Wirklich sehr lesenswert!

      Liebe Grüße aus dem Augustsonnenschein
      Jana

      • BIGGI sagt:

        Danke , für Ihre ausführliche Beantwortung meiner Fragen . Schade aber , das einige für mich spannende Fragen , unbeantwortet geblieben sind . :)

        LG
        BIGGI

        • OKAY! Punkt für Punkt:
          Schreibblockaden?
          Passieren immer wieder mal, aber man gewöhnt sich daran und nimmt’s gelassen. Ich schreibe dann zwischendurch eine Kurzgeschichte, um auf andere Gedanken zu kommen, oder ich “brainstome” mit meinem Mann über ein Thema, das schon lange in der Schublade wartet. Das hilft garantiert immer, denn dann “brennt” man für ein künftiges Thema/Projekt, und das zündelt dann in der Regel auch für das zuvor blockierte Werk.
          Weiter:
          Wie kommt man zu den Schreibideen? Oder gibt der jeweilige Verlag Vorgaben?
          Beides ist möglich. Man kann Projekte anbieten oder man wird für eine bestimmte Reihe (z.B. die ARENA THRILLER) angefragt.
          Über’s Ideenfinden haben andere Kolleginnen und ich bereits an anderer Stelle hier ausführlich berichtet. Ich glaube, dass das Ideenfinden ein ausgesprochen individueller Prozess ist und dass es kein allgemeines “Rezept” dafür gibt.
          Weiter:
          Was ist wenn eine bestimmte Seitenzahl vorgeben ist , aber der eigene Text ist viel länger und mit einer Kürzung wäre er nicht so verständlich oder einfühlsam ?
          Naja, das ist mehr oder weniger Gewohnheitssache: Hat man 200 Seiten “Platz” für eine Geschichte, kalkuliert man das von vorn herein ein. Dann kann man die Einführung der Figuren eben nicht auf 30 Seiten ausdehnen sondern muss relativ schnell zum Thema kommen.
          Weiter:
          Wie geht man mit negativen Kritik um ?
          Wenn sie begründet ist, ist man dankbar. Ist sie unqualifiziert, verletzend oder dumm, ärgert man sich die Platze. Neulich hat sich eine Leserin eines historischen Romans über die “nervige Naivität” einer Hauptfigur aufgeregt. Du liebe Güte, Anfang des vorigen Jahrhunderts gab es weder Sexulakundunterricht noch sonst irgend eine Form der Aufklärung! Wenn der Leserin das nicht passt und sie erwartet, dass sich eine Zwanzigjährige anno 1926 wie eine junge Frau von heute verhält, sollte sie vielleicht keine historischen Romane lesen! Sowas zieht mich als penible Rechercheurin einfach nur runter :o((((( Sollte es nicht, weil’s einfach nur doof ist, tut es aber trotzdem …
          Weiter:
          Kam es schon einmal vor , das eine Buchidee nicht veröffentlicht wurde ?
          Ja, man kann schonmal Pech haben. Ich habe sehr, sehr lange an einem Roman, der sich u.a. mit der Situation der jüdischen Bevölkerung anno 1201 und folgende befasst, recherchiert, und als das Ganze zu einer Geschichte gediehen war, war der Markt mit Mittelaltergeschichten so übersättigt, dass die Verlage bei der bloßen Erwähnung bereits abgewinkt haben.
          Auch zwei historische Romane, die um die Jahrhundertwende spielen, harren noch in meiner Schublade ihrer Realisation. Einer davon ist ein Jugendroman, aber die entsprechenden Verlage zucken leider bei “historisch” bereits zusammen: “Jugendliche lesen lieber Heutiges”. – Tja. Schade eigentlich …
          Weiter:
          Was war Ihr absolutes Lieblings Buch aus den Kindertagen und warum ?
          Kindertage? Grimms und Andersens Märchen und die “Mecki”-Reihe. Danach habe ich fast alle Karl May Bände verschlungen: Freundschaft, Ehre, Mut, Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit: Das waren die hehren Ideale, die dort vertreten wurden, und die haben mir enorm gefallen. Dass viele Sequenzen bei Karl May historisch bedingt rassistisch sind, ist mir damals nicht aufgefallen.

    • Tamina Berger sagt:

      Hallo BIGGI,
      Schreibblockade hatte ich noch keine. Aber eine lange Schreibpause, in der ich mit meinem kleinen Kind zu gar nichts gekommen bin und sogar an Schlaf nur in Etappen zu denken war. Ich hätte in dieser Zeit keinen vernünftigen Satz zu Papier gebracht. Diese Zeit war im Nachhinein betrachtet der blanke Horror. Aber klar, es gibt auch immer wieder Stunden oder Tage, an denen man vor dem Bildschirm sitzt und einem so gar nichts einfällt. ich zwinge mich dann nicht dazu, sondern mach in der Zwischenzeit was anderes. Es gibt ja immer genug zu tun.
      Was die Kürzungen angeht: Oh ja, da bin ich, glaube ich Spezialistin. Meine Lektorin bei Arena muss jedes Mal sehr viel kürzen, weil ich trotz aller Bemühungen zu viele Seiten schreibe, obwohl wir ja bei den Thrillern eine Seitenvorgabe haben. Aber ich muss sie loben, sie hat es immer noch geschafft, dort zu kürzen, wo es nicht auffällt und am wenigsten wehtut. Dinge, die mir ganz wichtig sind, lässt sie dann auch drinnen. Das finde ich ganz klasse! Dass man als AutorIn immer mit Änderungen leben muss, ist einfach so. Das gehört nun mal zum Beruf – und ich finde jedes Lektorat eine Bereicherung für mich.
      Negative Kritik ist auch etwas, mit dem mal als AutorIn leben lernen muss. Klar, so etwas trifft einen. Aber da muss man durch. Und wenn die Kritik berechtigt ist, sollte man danach trachten, es beim nächsten Buch besser zu machen.
      Dass Buchideen nicht auch mal nicht veröffentlicht werden, kommt natürlich auch immer wieder vor. Die landen bei mir in einem Extraordner. Man weiß nie, ob man sie nicht irgendwann doch noch brauchen kann. Oder wann die Zeit für solch eine Idee reif ist.
      Hach, und Lieblingsbücher habe ich jede Menge. Ich war als Kind eine echte Leseratte und habe alles verschlungen, was Buchstaben hatte. Am liebsten las ich Märchen von Grimm und die Griechischen Heldensagen.
      LG Tamina

      • BIGGI sagt:

        Noch mehr Antworten ….. :) ich habe sie mit großem Interesse gelesen ! :)
        Ein großes D-A-N-K-E dafür und einen schönen Sonntag !

        P.S. Auch wir lesen viel und gerne !

    • Hallo Biggi,

      Schreibblockaden tauchen nur auf, wenn man in der Konzeptarbeit nicht gründlich genug gearbeitet hat. Taucht eine während des Schreibens am Roman auf, heißt es zurück ans Reißbrett.

      • Jana Frey sagt:

        Oha! Woody Allen lässt grüßen :D
        Das glaube ich nicht!! Schreibblockaden sind wilde, freie Wesen, die sich auf unsere Schreibtische stehlen – und Chaos stiften! Oft fruchtbares Chaos! Aber eben Chaos!
        Sie gehören dazu! Wunderbar dazu!

        • Da geht’s mir ebenfalls anders als dem Kollegen Wekwerth! Schreibblockaden überfallen mich auch bei allerperfektestens erstellten Treatments (=Handlungsbläufen, bereits in Szenen oder Kapitel eingeteilt), und sie führen mitnichten zu irgendwelchen Änderungen im Ablauf der Geschichte o.ä.. Wieso soll man nicht mal Trübsal blasen und keinen geraden Satz zustande kriegen? Wir sind doch keine Schreibautomaten! Ich meine: Jede(r) hängt mal durch, hat den Kopf mit Privatem voll, ist erschöpft oder schlicht lustlos.
          Ich liebe zum Beispiel Gartenarbeit und habe ein sehr genaues Konzept für die entsprechenden Pflanzenkompositionen. Aber manchmal will mir einfach nichts gelingen und dann bin ich irgendwann demotiviert bis zum Abwinken, schmeiß den Spaten in die Ecke und bedenke das Unkraut mit wilden Flüchen, anstatt es zu jäten.
          Genauso ist es mit dem Schreiben. Manchmal geht gar nichts, und da nützt dann auch der beste “Pflanzplan” nichts.
          Nichts für ungut, Kollege Wekwerth, aber ich beneide Sie nicht: Mir sind auch die schreibblockadebedingten Jammer-Phasen (Mein Mann kann ein Lied davon singen!) lieb und wert …
          Herzlich: Ulrike B.

      • BIGGI sagt:

        Danke , für Ihre Antwort :) und einen schönen Sonntag !

        LG
        BIGGI

      • BIGGI sagt:

        Danke , für Ihre Antwort !

        LG
        BIGGI

    • Liebe Biggi,
      na, das sind ja viele Fragen. Mal sehen, ob ich die beantworten kann.
      - Mich würde mal interessieren , was Sie als Autor machen , wenn eine Schreibblockade vorliegt !
      Ganz ehrlich? Ich hatte noch nie eine Schreibblockade, also so, dass mir nichts eingefallen wäre. Bei mir ist es eher die Frage, ob mir auch was Gutes einfällt. Das ist nicht immer der Fall. Und wenn ich merke, dass nur Quatsch dabei rauskommt, dann mache ich einfach eine Pause oder etwas ganz anderes, einen Film gucken, spazieren gehen oder mit meinen Kindern spielen.
      - Wie kommt man zu den Schreibideen ? Oder gibt der jeweilige Verlag Vorgaben ?
      Ideen gibt es wie Sand am Meer. Aber auch hier ist die Frage, ob sie gut sind und für eine längere Geschichte taugen. Eine interessante Geschichte braucht ja schon eine Menge Zutaten: Helden und Widersacher, eine Story, Hindernisse usw. Oft zeigt sih erst beim Schreiben, ob eine Idee wirklich für eine längere Geshcichte oder sogar ein Buch taugt.
      - Was ist wenn eine bestimmte Seitenzahl vorgeben ist , aber der eigene Text ist viel länger und mit einer Kürzung wäre er nicht so verständlich oder einfühlsam ?
      Ich bin davon überzeugt, dass man jeden Text kürzen kann, und wenn er gut ist, verliert er dabei auch nicht wesentlich. Kürzen gehört für mich zum Schrieben dazu. Und durch Kürzen wrden manche Texte (besonders meine) erst richtig flott und gut. Ich finde Kürzen gut, aber das muss man auch üben.
      - Wie geht man mit negativen Kritik um ?
      In den Wald gehen und ganz laut schreien. Kritik tut weh. Aber wenn der erste Zorn verflogen ist, stellt sich die Frage, ob auch etwas Wahres dran ist. Durch gute kritik können Texte auch besser werden.
      - Kam es schon einmal vor , das eine Buchidee nicht veröffentlicht wurde ?
      Schon oft.
      - Was war Ihr absolutes Lieblings Buch aus den Kindertagen ? Und warum ?
      Jim Knopf. Das Buch hat meine Phantasie beflügelt und mir Welten gezeigt, die ich bis dahin noch nicht kannte.
      Liebe Grüße sendet
      Christian

      • BIGGI sagt:

        :) Danke , für Ihre ausführlichen Antworten . :)

        Aber eine Frage habe ich da noch :

        - Wie geht man mit negativen Kritik um ? (Meine Frage )
        In den Wald gehen und ganz laut schreien . ( Ihre Antwort )
        Ist diese Antwort wirklich ernst gemeint ?
        Oder eher ironisch ? :)

        • Liebe Biggi, ich kann natürlich nicht für die selbttherapeutisch im Wald schreiende Kollegin antworten, aber ich finde den Tipp phantastisch! Auch ein eigens für diese Zwecke bereit liegendes, möglichst hässliches Stofftier würgen, an die Wand schmeißen und anschleißend drauf rumtrampeln ist eine empfehlenswerte Methode.
          Oder man schreibt eine E-mail an die beste Freundin und lässt sich in ihrer – schnellen! – Antwortmail Wort für Wort in seinem Zorn bestätigen … ;o)

          • BIGGI sagt:

            :) Ich hoffe dies wird nie der Fall sein :) und die oben genannten Methoden helfen auch wirklich ! :)

            LG
            BIGGI :)

    • Liebe Biggi,

      natürlich kommt es vor, dass Buchideen nicht veröffentlicht werden. Bei meiner ersten Fassung der “Herz aus Glas”-Geschichte war es zum Beispiel so, und das hatte einen guten Grund: Während ich an der Geschichte schrieb, kam der erste Band von Cassandra Clares “City of Bones” heraus, und viele Ideen darin ähnelten den meinen sehr. Darum ist das Manuskript dann erstmal ganz lange in der Schublade gelandet. Bis meine Agentin es sich neu angeschaut hat und wir gemeinsam die Elemente herausgefiltert haben, die trotzdem noch taugten. Das waren übrigens das rote Kleid und das Bild von Charlie. Und aus diesen Elementen ist dann – irgendwie ;-) – die neue Geschichte geworden, eine ganz andere als City of Bones.

      Meine Lieblingsbücher aus Kindertagen kennt kaum jemand, und ich weiß auch nicht, ob es sie heute noch irgendwie zu kaufen gibt: die Pünkelchen-Reihe von Dick Laan. Ich habe es geliebt, mit der winzigen Hauptfigur im Mäuseloch in dem großen Haus in der großen Stadt zu wohnen und Abenteuer zu erleben. :)

      Liebe Grüße, Kathrin Lange

      • BIGGI sagt:

        :) Danke ,für Ihre anschaulichen Zeilen und einen schönen Start in die neue Woche !

        Die Pünkelchen-Reihe von Dick Laan kenne ich nicht , habe sie aber mal kurz gegoogelt und dann auch sehr schnell gefunden . :)

    • Jakob M. Leonhardt sagt:

      Liebe Biggi,
      das sind wirklich viele und spannende Fragen!
      Ich vermute mal, die meisten Autoren erleben Phasen, in denen es nicht so flutscht. Eine echte Blockade ist natürlich der worst case des Nicht-Flutschens ;-) Ich persönlich reagiere darauf meistens mit einem gesunden Trotz. Ich schreibe einfach weiter. Das fühlt sich dann an wie ein Blindflug über den Wolken, weil das übliche Gefühl zum Schreiben fehlt. Aber immer wieder erlebe ich, dass mir das, was ich in solchen Zeiten aufs Papier gebracht habe, gar nicht schlecht gefällt. Und dann fängt es wieder an zu flutschen …
      Was die Ideen angeht: Ich habe eher zuviele als zuwenige ;-) Darum ist es gar nicht so schlecht, wenn man darüber mit dem Verlag sprechen kann. Echte “Vorgaben” kommen natürlich nicht so gut, aber ein kreativer Austausch ist klasse. Zumal die wirklich guten Ideen oft ansteckend sind, und dann sind Autor und Verlag beide Feuer und Flamme.

      • BIGGI sagt:

        Danke , für Ihre Antworten !
        Es macht richtig Spaß , die doch so unterschiedlichen Vorgehensweisen zu lesen .
        :)

  16. Kerstin sagt:

    Hallo, mich interessiert mal, ob es auch manchmal der Fall ist, dass erst die Illustration da ist und dann dazu ein passendes Buch geschrieben wird. Ich bin gespannt.
    Viele Grüße!

    • Jana Frey sagt:

      Liebe Kerstin,
      meistens ist es andersrum :) aber es kommt tatsächlich auch mal vor, dass zuerst das Bild da ist! Mir geschah das mal bei einem Elfenbuch. Da malte doch tatsächlich eine Illustratorin während ihrer Arbeiten ganz spontan und nebenher eine kleine, lustige, verschmitzte Elfe und ihren etwas schwerfälligen, besten Elfenfreund… Die beiden Figuren waren so niedlich und zu Herzen gehend, dass es einfach ein Buch für sie geben musste! Und so kam ich ins Spiel! Und mit Blick auf die beiden Elfen, die sozusagen auf meinem Schreibtisch saßen, spann ich eine erste Geschichte für sie :)

      Liebe Elfengrüße aus Sonnenscheinmainz
      schickt
      Jana

      • Kerstin sagt:

        Liebe Jana,
        danke für die schnelle Antwort. Das ist interessant. Ich werde mir dieses Buch mal anschauen.
        Ein schönes Wochenende noch!
        Viele Grüße aus Lichtenstein!
        Kerstin

    • Jakob M. Leonhardt sagt:

      Liebe Kerstin,
      ich kenne es auch nur umgekehrt. Erst Text, dann die Illus.
      Aber was ich kenne, ist der Fall, dass ich mir schon beim Schreiben eine entsprechende Illustration vorstelle. Dann stimme ich vielleicht sogar schon die Art, wie ich eine Szene schreibe, darauf ab. Denn ich weiß dann ja, dass meine Leser später nicht nur den Text vor sich haben, sondern auch die Illu.

  17. Astrid sagt:

    Hallo,

    die Frage kommt von meiner 10-jährigen Tochter, weil sie ja auch gerne die Bücher bzw. Hörbücher gewinnen will:

    “War Autors/Illustrators schon immer dein Traumberuf und wenn ja warum?’”

    LG Astrid

    • Jana Frey sagt:

      Liebe Astrid und Tochter :)
      Jaaa! Bücherschreiben war schon immer mein Traumberuf! Ich war eine sehr kleine Erstklässlerin, als ich mit fünf Jahren zur Schule kam. Aber ich konnte schon ziemlich gut lesen und schreiben (dafür haperte es immer mit dem Rechnen) :) Jedenfalls brachte unsere Klassenlehrerin damals eines Tages einen alten, kaputten Fernsehapparat mit in die Klasse, den wir “ausschlachten” durften. Hinterher bekam der (jetzt federleichte) Ex-Fernseher einen Ehrenplatz auf unserem roten Klassenzimmerteppich – und von da an galt die Regel, dass wir jeden Freitag in der letzten Stunde mit dem Kopf im Fernseher etwas vortragen durften: Lieder, Gedichte, Geschichten, Erlebnisse…
      Ich war begeistert – und schrieb meine erste Geschichte: weiße Blätter, selbstgelochte Seiten, Wollbändchen, Tapetenstücke als ausgeschnittene Buchdeckel. Mit den damals üblichen, dicken Pelikan-Filzstiften malte ich ein blaues Baby und erzählte auf der jeweils anderen Blattseite seine Geschichte: blau zur Welt gekommen, alles staunte, aber der Junge war ein ganz normaler Junge – nur eben blau! Als Titel schrieb ich: “Der Kwatsch” – - – und las mein “Werk” am darauf folgenden Freitag vor. Ohhh, ich bekam großen Applaus und sogar “Zugabe”-Rufe! :)
      Also schrieb ich Der Kwatsch 2, dann Der Kwatsch 3… Der Kwatsch 4…
      Zwölf Bände lang (die meine Mutter noch heute aufbewahrt).
      Nach diesem Erlebnis sagte ich zu Hause: “Wenn ich groß bin, will ich Schriftstellerin werden…!”
      Das ist jetzt 41 Jahre her :)

      Liebe Sonnenscheingrüße aus Mainz,
      Jana

    • Tamina Berger sagt:

      Liebe Astrid + Tochter,

      als Kind wollte ich Krankenschwester werden und später dann Sängerin – und zwar ganz ernsthaft. Ich nahm Gesangsunterricht und wollte dann an die Musikhochschule. Doch dann dachte ich mir, ich müsste vorher vielleicht noch einen sicheren Brotberuf erlernen und wurde Sozialpädagogin. Das Schreiben kam bei mir erst viel später. Und zuerst war es auch mehr Hobby. Doch ich merkte bald, dass ich nicht nur schreiben sondern auch veröffentlichen will. Möglichst viele Menschen sollte meine Texte lesen. Also habe ich mich richtig reingekniet, habe viel geschrieben, habe mich informiert, mich weitergebildet, mir Hilfe in Autorenforen gesucht und trotz vieler Absagen und Rückschläge immer weitergeschrieben, bis ich selbst das Gefühl hatte, gut genug zu sein, um mein Glück bei einer Agentur zu versuchen. Und das klappte dann auch ganz schnell – und seither (das ist mittlerweile sechs Jahre her), habe ich schon mehrere Bücher veröffentlicht und für weitere gibt es bereits Verträge. Ich habe gemerkt, dass Krankenschwester ohnehin kein Job für mich gewesen wäre. Singen tu ich immer noch gerne, aber bloß zu Spaß und als Sozialpädagogin arbeite ich mittlerweile bereits seit 25 Jahren. Aber das Schreiben, das ist der Job, der mir am meisten Spaß macht und den ich am liebsten ausübe.
      LG Tamina

    • *schmunzel*
      Ich bin zwar zunächst über die Schauspielerei zum Drehbuchschreiben und viel später erst vom Drehbuchschreiben zur Prosa gekommen, aber im Grunde haben alle drei Berufe etwas mit erfundenen Figuren und erfundenen Geschichten zu tun. Insofern … Ja, eigentlich wollte ich schon von klein auf genau das: Fiktive Menschen ergründen oder erfinden und zum Leben erwecken.
      Ich kann mir nichts schöneres vorstellen. —- Außer vielleicht Rockstar zu werden. Das hab ich mir für die nächste Inkarnation jedenfalls fest vorgenommen … ;o)

    • Hallo Astrid,

      ich wusste schon mit 7 Jahren, dass ich Schriftsteller werden wollte. Meine erste Geschichte hieß der Igel und ging so: “Der Igel ist ein Tier mit vielen Stacheln. Ende.”
      Mit dem Igel begann es und heute, 50 Jahre später schreibe ich immer noch.

  18. TriTri sagt:

    Mich würde interessieren müsst ihr den Verlag anschreiben und dann das Buch bei ihnen vorstellen oder habt ihr immer den gleichen Verlag und er gibt euch bsp einen Auftrag ein Buch mit einem roten Kater zu schreiben. Macht ihr eurer Illustrationen selbst zum Buch?

    • Tamina Berger sagt:

      Guten Morgen, TriTri.
      Wenn ich eine neue Buchidee habe, schreibe ich ein Exposé – das ist eine Zusammenfassung der Handlung und eine Beschreibung der Figuren. Danach schicke ich dieses Exposé meinem Agenten, der zuerst einen Blick darauf wirft und mir schon mal sagt, ob er das Konzept gut findet oder ob ich noch etwas daran ändern sollte. Und wenn er es gut findet, schickt er es an den Verlag.
      Es kann natürlich auch durchaus vorkommen, dass der Verlag selbst Wünsche äußert und nachfragt, ob man zu einem bestimmten Thema was schreiben könnte – also schon so ähnlich, wie du es in deiner Frage beschrieben hast.
      LG Tamina

    • Liebe TriTri,
      wenn man ganz am Anfang steht, dann ist es so. Man schreibt ein Buch, macht ein Expose und schickt es an verschiedene, passende Verlage.
      Ich bin mit meinen Jugendbüchern jetzt schon 12 Jahre bei Arena, da läuft das “Vorstellen” der nächsten Idee über die Lektorin, und wenn die Idee Anklang findet, wird ein Vertrag gemacht. Ein Auftragsbuch habe ich nur ein einziges Mal geschrieben. Die Illustrationen … die macht natürlich ein Könner, in meinem Fall Frauke Schneider. Ein schönes und passendes Cover zu gestalten, ist Kunst und viel Arbeit.

    • TriTri sagt:

      Wunschbuch: Lotta Leben als Hörbuch

  19. Andrea Streck sagt:

    Wunschbuch: Hieronymus Frosch

    Mich würde interessiern wie man auf die Idee kommt, das oder das Buch so zu gestalten und vor allem woher weiss man das es gefragt sein wird. Ebenso würde mich interessieren was würde ein Autor machen wenn er einen eineiigen Zwilling hat.

    • Tamina Berger sagt:

      Hallo Andrea,
      also, ich hätte mir schon als Kind eine Zwillingsschwester gewünscht. Ich stellte mir das so vor wie in “Das doppelte Lottchen”, wo wir dann die Leute in die Irre geführt hätten. Jetzt bin ich glücklich, dass ich zwar keine Zwillings-, aber eine jüngere Schwester habe, mit der ich mich super verstehe und die mir oft beim Plotten hilft. Also, Zwillingsschwester muss nicht mehr sein, auch wenn´s bestimmt lustig wäre. Aber einen Clon könnte ich brauche. Der dürfte dann all die Arbeiten in Haus und Garten machen, die ich hasse oder zu denen ich vor lauter Schreiben nicht komme. DAS wäre toll.
      LG Tamina

    • Ein eineiiger Zwilling?! Wie kommst Du den DARAUF?! Was für eine lustige Idee! – Also ich möchte einem mir exakten gleichenden Menschen-Exemplar eigentlich nicht begegnen. Das Pendant zu mir wär’ mir mit Sicherheit zu vorlaut, zu eigensinnig und es würde mir vermutlich bereits nach kurzer Zeit auf die Nerven gehen.
      Hm …
      Es sei denn, das Pendant geht arbeitsteilig mit mir zu Werke und übernimmt als mein Double alle Jobs, die ich nicht ausstehen kann: Auf Parties und Empfänge gehen, staubsaugen, bügeln, den Müll runtertragen …
      Och … Für den Preis würd’ ich mir vielleicht sogar gelegentlich auf die Nerven gehen lassen … ;o)

      Herzlich: Ulrike B.

    • Jakob M. Leonhardt sagt:

      Liebe Andrea,
      du stellst hier meine Lieblingsfrage! Ja, fast ist das schon eine kleine Geschichte: Ein Autor stellt fest, dass er einen Zwilling hat, der ebenfalls schreibt. Ob er wohl ähnliche Bücher verfasst? Oder ganz andere? Und könnten die beiden vielleicht im Team schreiben? Sehr inspirierend ;-)
      Ob ein Buch gefragt sein wird oder nicht, ist immer wieder eine spannende Frage. Die echte, gültige Antwort gibt es natürlich erst hinterher, wen es erschienen ist. Aber Erfahrung und Gespräche, vor allem mit den Lesern, helfen einem enorm dabei, ein Gefühl für den Geschmack der Leser zu entwickeln.

  20. Lesesumm sagt:

    Hallo und Guten Morgen,

    mich persönlich würde interessieren welche Arbeiten schöner sind/mehr Spaß machen bzw. besser von der Hand gehen? Auftragsarbeiten mit bestimmten Vorgaben oder wenn man komplett selbst kreativ sein kann/darf? Wie eng ist die Zusammenarbeit zwischen Autor/Autorin und gegebenenfalls Illustrator/Illustratorin? Wie helfen sie sich selbst, wenn einmal Stille im Kopf herrscht und der zündende Gedanke einfach auf sich warten lässt?
    Falls diese Fragen bereits gestellt wurden, bitte ich um Entschuldigung aber ich habe mir jetzt nicht alle Fragen/Antworten sofort durchgelesen. Das mache ich später noch. ;-)

    ich wünsche Ihnen allen ein schönes erstes Wochenende im August

    Liebe Grüße
    Lesesumm und mein Wunschbuch diesmal ist “Hieronymus Frosch” :-)

    • Tamina Berger sagt:

      Hallo Lesesumm,
      ich kann natürlich nur von mir sprechen, aber mehr Spaß machte es mir, wenn ich in meinen Romanen alles selbst bestimmen darf. Auftragsarbeiten hingegen sind Herausforderungen, denn die schreibt man ja auch nicht einfach so runter sondern müssen ebenfalls lustig, spannend, interessant oder berührend sein. Ich vergleiche es oft mit leiblichen Kindern und Adoptivkindern. Meine leiblichen Kinder habe ich von der ersten Sekunde an geliebt. Adoptivkinder muss man erst lieben lernen. So geht es mir mit dem Schreiben auch. ;-)
      Zur Zusammenarbeit mit IllustratorInnen können dir andere bestimmt mehr sagen, meine Bücher haben keine Illustrationen. Und wenn bei mir die zündende Idee fehlt, arbeite ich an einem ganz anderen Manuskript (es gibt ja immer eines in der Warteschleife bei mir) oder mach etwas ganz anderes, das mit dem Schreiben gar nichts zu tun hat.
      LG Tamina

      • Liebe Tamina,
        und hier kommt auch schon eine genau gegenteilige Erfahrung: Ich kann es nicht ausstehen, “ins Blaue” zu schreiben! Ich brauche einen Auftrag, muss wissen, in welchem Verlags-Segment das Buch angesiedelt sein wird und welche Erwartungen man an mich als Autorin hat. “EInfach so” kann man soooo viel schreiben, und im Zweifelsfall ist genau d a s dann gerade nicht gefragt. Ein lieber Kollege von mir hat vor etlichen Jahren sehr viel Mühe und Arbeit in einen Seefahrer- bzw. Piraten-Roman für Jugendliche investiert und bekam am Ende überall die gleiche Absage: “Piraten interessieren heutzutage doch keinen Menschen mehr! Schreiben Sie über Kelten (oder Zauberer, Elfen, Drachen, Feen …)”. Kurz darauf kam der erste Teil von “Fluch der Karibik” in die Kinos, und bald fand man die Piratenflagge überall: auf Kaffeebechern, T-Shirts, Haarbändern, Schultaschen und natürlich … auf Büchern! Ein regelrechter Piraten-Boom kam ins Rollen, und für Kelten interessierte sich kein Mensch mehr. – Solche Moden, Trends oder Hypes kommen und gehen, und wenn man Pech hat, hat man eben gerade zu Piratenzeiten ein ganz, ganz tolles Buch über Kelten geschrieben. Oder eben umgekehrt … ;o)
        Herzlich: Ulrike B.

        • Lesesumm sagt:

          Hallo Frau Bliefert,

          Dankeschön auch an Sie für den anderen Blickwinkel! Aus der Sicht, hatte ich es noch gar nicht betrachtet. Ich hoffe Ihr Kollege konnte dann doch noch einen Verlag für sein Buch begeistern.

          Viele Grüße und auch Ihnen natürlich einen guten Start in die Woche
          Lesesumm :-)

      • Lesesumm sagt:

        Hallo Tamina,

        Dankeschön für die Einblicke :-)! Der Vergleich ist wirklich interessant aber paßt wohl am ehesten mit der Spontanliebe und der Liebe die erst wachsen muss.
        Es klingt auch fast so als wenn man mehrere Bücher parallel liest. In dem Fall, kann man ja auch entscheiden worauf man gerade Lust hat und liest das/die Andere/-n dann am nächsten Tag weiter. ;-)

        ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche und Dankeschön :-)

        LG Lesesumm :-)

    • Jakob M. Leonhardt sagt:

      Hallo Lesesumm,
      ganz frei oder nach Vorgabe schreiben? Ich finde, dass beides seinen Reiz hat. Es fühlt sich halt sehr unterschiedlich an.
      Ganz nach eigener Idee zu schreiben, ist eine Abenteuerreise durch unbekanntes Gelände. Aber man hat einen guten Kompass dabei, nämlich die eigene Inspiration. Das kan sehr beglückend sein.
      Ein Buch nach einer Vorgabe zu schreiben ist eher so, wie Musik in einer Band zu machen. Man ist eben kein Solist, sondern da sind Leute, die einem vielleicht den Takt oder die Melodie vorgeben. Aber dann hat man die Freiheit, zum gemeinsamen Thema zu improvisieren – und das kann großen Spaß machen.

      • Lesesumm sagt:

        Hallo Herr Leonhardt,

        der Vergleich mit der Musik gefällt mir persönlich natürlich noch besser weil ohne Bücher und Musik gar nichts funktioniert!!!!! ;-)
        Es ist wirklich sehr spannend, hier so viele verschiedene Meinungen, Ansichten bzw. Empfindungen zu lesen. Ich glaube so langsam bekomme ich ein Gesamtbild, wenn ich mir die verschiedenen Puzzleteile zusammenfüge. :-)
        Dankeschön für die schöne Verknüpfung zur Musik! :-)

        in der Hoffnung, dass es bei Ihnen weniger zum zerfließen ist… wünsche ich Ihnen natürlich ebenfalls noch einen guten Start in die Woche

        LG Lesesumm :-)

  21. Kira Br. sagt:

    Hallo,
    ist es mal so, daß ein Alltagserlebnis von Ihnen oder Freunden, so toll sich anhört, daß man daraus ein Abenteuer schreiben kann? Kenne Sie die Hauptfigur, den Protagonisten, persönlich, ich meine, so als eigene Identität oder jemand aus dem Freundeskreis?
    Danke.
    Mein Wunschbuch ist in dieser Woche: Das Hörbuch: “Mein Lotta-Leben. Kein Drama ohne Lama”
    LG, Kira

    • Kirsten John sagt:

      Hallo Kira,
      soooooo spannend sind meine Freunde dann auch nicht – keiner kann fliegen, zaubern auch nicht sonderlich gut, beim Tränkebrauen sieht es zappenduster aus und was das Besiegen von Drachen angeht… na ja. Aber es sind Menschen, die zauberhaft all das meistern, was ihnen in den Weg gelegt wird – also ja: Meine Freunde machen immer mit und bestehen jedes noch so verzwickte Abenteuer genau vor meinen Augen. Sie sind auf jeden Fall eine Inspiration.
      Dir die herzlichsten Grüße,
      Kirsten John

    • Hallo, Kira,
      das ist eine interessante Frage! Ich mache nämlich gerade mit einem Roman über drei Freundinnen, der in den späten sechziger und den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts spielt, eine seltsame Erfahrung: Je näher die Figuren mir, meinem damaligen Freundeskreis und den realen Erlebnissen sind, desto weniger frei bin ich beim Erzählen! Und das, obwohl die Geschichte von Heike, Marianne und Elfi völlig frei erfunden ist und gar nichts mit der von Gaby, Kay und Brigitte zu tun hat! Aber es drängen sich immer weider kleine Szenen in meinen Kopf, die “echt” sind: Brigitte und ich im Kino, bei “Love Story” Rotz und Wasser heulend, Kay – gerade frisch mit ihrem Tanzstundenfreund zerstritten – als Chinesin verkleidet und gelb geschminkt (wäre heute purer Rassismus!) auf einer Karnevalsparty und Gaby, die Modebewusste, von einer Shopping-Tour (hieß damals noch einfach “Einkaufsbummel”) zurück mit einem Papierkleid: dem allerletzten Schrei! Und dann frag ich mich: Ist das für Andere denn überhaupt interessant? Oder ist es das nur für mich , weil es sich um lebendige Erinnerungen handelt? – Da ist man mit Geschichten, in denen nichts auch nur die geringste Ähnlichkeit mit selbst Erlebten oder mit Freunden, Verwandten und Bekannten hat – glaub’ ich – besser bedient.
      Herzlich: Ulrike

  22. Achjaaaa …
    Einen Tag lang Ribanna sein und eng umschlungen mit Winnetou den Bisons beim Grasen zusehen …

    Ein Traum! Seit ich 16 war!

    Herzlich: Ulrike Ribanna Bliefert

    • Uuups! Die Antwort steht bei der falschen Frage! Keine Ahnung, wie das kommt, aber sie sollte hinter der Frage nach der Romanfigur, die man selber vielleicht gern einmal einen Tag lang sein möchte, stehen.

  23. Rehlein sagt:

    Liebe Illustratoren,
    ist es wirklich immer so, dass ihr keinen Kontakt zu den Autoren habt (wird zuvor erwähnt)?
    Bedeutet dies, dass die LektoInnen (auch) über die Illustrationen der Bücher entscheiden?
    Ich vermute, dass nur recht wenige Illustratoren von der Illustration von Büchern alleine leben können. Wenn dies richtig ist, was sind weitere Tätigkeitsfelder für Euch? Wenn falsch: toll!
    LGR

    Bei Los-Glück wünsche ich mir das Lotta-Leben-Hörbuch!

    • Daniela Kohl sagt:

      Hallo liebes Rehlein,
      ja, leider, oft ergibt es sich einfach nicht, dass man den Autor persönlich kennenlernt. Bei Alice Pantermüller hatte ich das Glück, dass wir uns noch vor “Mein Lotta-Leben” auf einer Lesung getroffen und einen sehr netten Kontakt haben. Und sie bekommt deshalb von mir auch die Vorab-Illustrationen zu sehen, falls mal etwas oder eine Figur nicht so passen sollte. Das letzte Wort hat dann das Lektorat.
      Im Moment kann ich gut vom Zeichnen leben, falls das mal nicht mehr so klappt, mach ich eine Strandbar auf oder führe Hunde spazieren.
      Herzlicher Gruß,
      Daniela Kohl

  24. yadah sagt:

    Meine Frage wäre, wieviel Freiraum hat der Illustrator auf die Bilder ?

    • Liebe Yadah,

      Das kommt zum einen ein bisschen auf den Verlag an, wieviel Freiraum man bei seinen Figuren und Bildern hat. Einige Verlage mögen es freier, künstlerischer, andere hoffen, dass sie mehr Bücher verkaufen, wenn die Figuren und Bilder eher lieb und nicht zuuuu anspruchsvoll gestaltet sind, weil sie dann mehr Leuten gefallen. Zum anderen kommt es auch darauf an, ob man eine Anfänger ist und sich eher nach dem Verlag richten muss, oder ob man schon bekannt ist und der Verlag weiß, was man für Bilder macht und das dann auch so will.
      Ich hoffe Deine Frage ist beantwortet. Liebe Güsse, Sophie schmid

  25. Nicole Sch. sagt:

    Kann man als Autor hauptberuflich vom Schreiben leben?
    Wie ist der Kontakt zum Verlag (email, persönlich…)?

    Wie ist das Gefühl wenn der Autor die Illustration des Covers als erstes sieht und eigentlich hätte er sich das ganz anders vorgestellt? – wird dann überarbeitet oder?
    lg und DANKE

    • Liebe Nicole,
      der Kontakt zum Verlag ist unterschiedlich, mit manchen Verlagen, wie z.B. Arena ist er mit der Zeit sehr persönlich geworden, was mir gut gefällt, mit anderen Verlagen ist es manchmal auch nur ein E-Mail-Kontakt. Oft wechseln die Lektorinnen den Verlag kaum dass ein Roman fertig geworden ist. Ich finde es schöner, wenn man sich schon mal in echt gesehen hat.
      Für mich ist es immer der absolut schönste Moment, wenn ich das Cover zum ersten Mal sehe, dann erst “weiß” ich, dass daraus auch wirklich ein Buch werden wird. Liebe Grüße Beatrix

    • Liebe Nicole,
      das derzeitige Vermögen der ehemaligen Sozialhilfeempfängerin und Harry-Potter-Erfinderin J.K. Rowling (Sie wird heute übrigens 50) wird auf 800 Millionen Britische Pfund geschätzt. Der Rest der Welt schaut in der Regel auf bedeutend bescheidenere Einkünfte: Lediglich etwa 4% der deutschsprachigen AutorInnen können ausschließlich mit dem Verfassen von Büchern ihren Lebensunterhalt bestreiten. Und innerhalb der Genres gibt es natürlich auch noch gewaltige Unterschiede: Das neuste “Schlank und fit durch XYZ”-Diätbuch verkauft sich mit größter Wahrscheinlichkeit besser als Moderne Lyrik ;o)
      Zur Frage des Verlagskontaktes kann ich – genau wie meine KollegInnen – keine allgemeingültige Antwort geben, aber in der Regel wird praktischerweise per E-mail kommuniziert. Persönlicher Kontakt findet natürlich auf Messen und bei ähnlichen Veranstaltungen statt, und nette RessortleiterInnen laden ihre AutorInnen natürlich auch mal ins Verlagsgebäude ein. Mein Besuch bei ARENA damals wurde mit einem gemütlichen gemeinsamen Restaurantbesuch abgerundet. Vorbildlich und – leider – nicht die Regel.
      Das Thema “Covergestaltung” ist ein ganz, ganz heißes Eisen … Wir AutorInnen haben da zu unserem größten Leidwesen selten bis gar nicht mitzureden. Es heißt, die Marketingabteilung wisse es nunmal am besten. Kann ja sein, ist ja deren Job, aber dass auch die Marketingabteilung im ein’ oder anderen Fall kräftig danebenliegen kann, beweisen die Klagelieder ganzer Chöre unglücklicher AutorInnen. Ich hab es – nota bene nicht bei ARENA! – erlebt, dass ein Verlag minutiös alles, was ich als unpassend aufgelistet hatte, auf das Cover gebracht hat: Ein historischer Roman mit einem grottenschlecht – und historisch falsch – geschminkten, unsympathischen und als Stellvertreterin der Hauptfigur viel zu alten, “heutigen” Model disqualifiziert sich meines Erachtens bereits durch das Cover als schlampig und lieblos und schlecht recherchiert. Der Verlag bleibt dabei: “… verkauft sich gut”. – Kann ja sein! Nur bleibt die Marketingabteilung hier wie auch anderswo den Beweis schuldig, dass das Buch sich mit einem sorgfältiger gestalteten, zum Inhalt passenden (!) Cover nicht genauso gut oder sogar noch besser verkaufen würde.
      Wie gesagt: Ein heißes Eisen! Und ich finde, man sollte uns AutorInnen zumindest die Möglichkeit einräumen, unsere Meinung zu den Cover-Entwürfen zu sagen, bevor die Würfel gefallen sind und das Ding im Druck ist. Manche Verlage tun das auch, und es ist nicht bekannt, dass das zu dramatischen Einbrüchen der Verkaufszahlen geführt hat ;o)
      Viel Information auf einmal, aber ich hab den Eindruck, Du fragst das alles, weil Du selbst Schreib-Ambitionen hast ;o) Wie auch immer: Dir alles Gute und herzliche Grüße! Ulrike Bliefert

  26. Giulia S. sagt:

    Hallo,

    wird erst das Buch geschrieben und dann illustirert? Oder wird zwischendurch schon beides miteinander ausgetauscht?

    Mein Wunschbuch ist: Lotta-Leben- Alles voller Kaninchen (denn ich habe ein Zwergkaninchen)
    LG, Giulia

    • Liebe Giulia, das kommt darauf an, ob nur eine Person den Text und auch die Illustrationen macht. Dann hat man wahrscheinlich während des Schreibens schon einige Bilder vor Augen und kann so mal was zeichnen, dann wieder weiterschreiben. Oder man hat die Geschichte schon komplett im Kopf, schreibt sie auf und macht dann die Bilder. Wenn eine Autor und ein Illustrator an einem Buch arbeiten, dann ist meist erst die Geschichte fertig und dann sucht der Verlag einen passenden Illustrator dazu aus. Meistens arbeitet die Lektorin im Verlag erst mit dem Autor am Text und dann mit dem Illustrator an den Bildern. Autor und Illustrator kennen sich meistens nicht und haben auch während des Projektes keinen Kontakt.
      Ich hoffe Deine Frage ist beantwortet.
      Liebe Grüße
      Sophie Schmid

  27. Beate Wolff sagt:

    Hallo,
    gibt es bestimmte Talente/Interessen, die man als Illustrator/in mitbringen sollte? Kann man den Hobby zum Beruf machen oder gibt es bestimmte Vorgaben? Ist man als Illustrator/in angestellt oder arbeitet man selbstständig? Wie beginnt man, wenn man diesen Beruf ausüben möchte?

    • Dorothee Mahnkopf sagt:

      Hallo Beate,

      von hinten nach vorne.
      Um Illustrator zu werden, kann man studieren an Hochschulen oder Fachhochschulen. Es gibt auch private Schulen, die diesen Ausbildungsgang anbieten. Ich kenne aber auch Quereinsteiger und Autodidakten.

      Als Illustrator ist man aller Regel selbstständig.

      Ich glaube, daß eine Ausbildung/ein Studium viele Vorteile hat, weil man dort sehr viele Dinge lernt, die man sich sonst sehr mühsam selbst beibringen muß, z.B. technische Umsetzungsmöglichkeiten, wichtige Grundregeln der Gestaltung, Umgang mit Vorgaben und Kritik usw.
      Generell fragt aber bei einem Vorstellunsgespräch hinterher selten jemand, was man für einen Abschluß hat. Zählen tut in erster Linie die Qualität der Bilder in Deiner Mappe.

      Ich denke, man sollte als Illustrator nicht nur recht gut zeichnen können, sondern sehr neugierig und wissensdurstig sein, viel wahrnehmen und ständig Bilder im Kopf sammeln, ziemlich bis sehr fleißig zu sein, in der Lage sein, aufgrund von Geschichten ganze Welten im Kopf zu bauen, sich besonders bei Kinderbüchern in Kinder reindenken/fühlen zu können. ansonsten würde ich noch ein mitteldickes Fell und viel Geduld (mit sich selbst) empfehlen .

      • Beate Wolff sagt:

        Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen. Meine Nichte überlegt in diese Richtung und da sind die Infos sehr hilfreich.

  28. Frau Mö sagt:

    Wie findet die Geschichte zum Bild? Ist das Buch schon geschrieben, bevor es illustriert wird? Als Autor hat man bestimmt klare Vorstellungen im Kopf, wie die einzelnen Figuren aussehen! Hat man ein Mitspracherecht bei der Illustration oder sucht man sich den Illustrator sogar selbst und gibt das “Gesamtpaket” an den Verlag weiter?
    Sollte ich gewinnen wäre der “Muffinclub” toll für meine Große oder das Hörbuch vom Lotta-Leben! Glückwunsch zur Spiegel-Bestsellerplazierung

    • Christian Loeffelbein sagt:

      Liebe Frau Mö,

      meistens ist es so, dass erst einmal wir Autoren loslegen und uns eine Geschichte ausdenken. Da nur die wenigsten von uns (leider, leider) so gut zeichnen können wie Walter Moers, müssen es dann die Illustratoren richten. Die werden vom Verlag ausgesucht, als Autor hat man da gar kein Mitspracherecht (auch leider leider), aber manchmal ganz großes Glück. Ina Hattenhauer zum Beispiel, die Illustratorin von meiner “Monstschule”, hat Zeichnungen gemacht, die genauso aussahen wie die Figuren, die ich mir beim Schreiben vorgestellt habe. Das war unglaublich, denn Ina und ich sind uns nie begegnet und wir haben auch nie miteinander kommuniziert – bis auf den Text meines Buches, den Ina natürlich gelesen hat.

      Ganz herzliche Grüße,

      Christian Loeffelbein

      • Frau Mö sagt:

        Eine schreckliche Vorstellung, wenn die Figuren der eigenen Geschichte im fertigen Buch so ganz anders aussehen! Aber das ist dann vielleicht der Preis dafür, dass die eigene Geschichte es bis zu Veröffentlichung geschafft hat! Und wenn man ganz viel Glück hat, passt es ja manchmal auch…

  29. Andrea S. sagt:

    Wie sehr identifiziert man sich als Autor mit seiner Hauptfigur des Buches?

    • Hallo Andrea,
      ich glaube, dass sich die meisten Autorinnen und Autoren sehr in ihre Figuren hineinversetzen und sich dann auch schnell und intensiv mit ihnen identifizieren. Bei mir ist das jedesmal so, und ich frage mich dann manchesmal, warum ich die Armen eigentlich so leiden lasse. :) Ich habe jedenfalls gefühlt ein paarmal mit Juli und David auf den Klippen gestanden und in den Abgrund gestarrt. Und wenn ich zufällig irgendwo Beethovens Mondscheinsonate höre, läuft mir noch immer ein Schauer den Rücken hinunter. Liebe Grüße und danke für diese Frage. Kathrin Lange

      • Da kann ich Kathrin nur Recht geben, manchmal träumt man sogar mit oder von der Figur. Ich glaube, nur so wird die Figur auch zu einem Mensch, dessen Gefühle die LeserInnen berühren können.

        • *grins* Das ist für mich als Schauspielerin eine nicht zu beantwortende Frage, denn was heißt für jemanden, der seit über 40 Jahren die verschiedensten Rollen verkörpert, schon “Identifikation”? Ich muss allerdings zugeben, dass das Schreiben von Krimis oder Thrillern die erfreuliche Nebenwirkung hat, dass man auch die dunklen Seiten der eigene Seele einfach mal ungestraft spazieren führen kann ;o).
          Vielleicht ein guter Tipp für’s selber Schreiben: Ich mach’, bevor ich eine Geschichte konzipiere, immer eine “Starbesetzung” der Hauptfiguren mit passenden SchauspielerInnen. Dann sammle Fotos von ihnen in Rollen, die zu dem geplanten Charakter passen. Z.B. war das Vorbild für die “Sonja” in LÜGENENGEL die ganz junge Kate Winslet im Film “Vergissmeinnicht”. Ich hab die hennaroten Zöpfe und die Baggy-Pants, die sie in der Rolle trug, übernommen und beim Schreiben immer wieder Kate Winslets wunderbar ambivalenten Gesichtsausdruck vor Augen gehabt. Die Roman-Figur “Sonja” hat dann am Ende weder charakterlich noch thematisch etwas mit der von Kate Winslet im Film verkörperten Figur zu tun, aber ein konkretes, bewegtes Bild vor Augen zu haben, lässt die zunächst noch vage umrissenen eigenen Figuren ganz schnell ein überraschendes Eigenleben führen.
          Herzliche Grüße! Ulrike Bliefert

    • Robin Lyall sagt:

      Liebe Andrea,

      vielen Dank für deine Frage. Was mich betrifft, kann ich ehrlich zugeben: Ich lebe, leide und liebe mit meinen Figuren mit! Aber sie verselbständigen sich auch mal in ihren Handlungen und Denkweisen, und ich bin nicht immer mit Allem einverstanden, was sie tun oder sagen – es ist genau wie mit Freunden im wirklichen Leben: Manchmal könnte man sie knutschen und manchmal möchte man sie auch ein wenig schütteln. ;-)

      Liebe Grüße, Robin Lyall

    • Liebe Andrea,
      hm. Ich glaube, am Anfang identifiziere ich mich eher stärker, was bedeutet, dass ich mehr aus eigenen Erfahrungen schöpfe und der Figur damit mehr Kontur gebe. Je weiter der Schreibprozess dann vorangeht, desto mehr bekommt die figur ein Eigenleben, denn dann gibt es genügend Verhaltensweisen und Erlebnisse, die die Figur erlebt hat, die bestimmte Verhaltensweisen einfach ganz logisch machen. Wenn meine hauptfigur zum Beispiel keine Milch mag, wird sie später nicht anfangen Corn Flakes zu essen – oder nur mit Orangensaft, womit sie dann schon wieder eine neue beonderhit hätte. das ganze ist eben ein Prozess.

    • Hallo Andrea,

      meine Figuren sind mir so nahe, dass ich mit ihnen leide, wenn es ihnen nicht gut geht, aber als Autor habe ich nicht das Recht ihnen ihr Schicksal vorzuenthalten. Als Leon in “Das Labyrinth jagt dich” starb, hatte ich Tränen in den Augen, aber er hatte ein Leben geführt, das kein anderes Ende für ihn zuließ, aber es war ein großartiges Ende, denn er hat sich für andere geopfert.
      Als Autor darf man kein Puppenspieler sein, sondern muss seine Figuren auf ihrer Reise begleiten, so lange sie geht.

    • Krystyna Kuhn sagt:

      In starken emotionalen Momenten decken sich meine Gefühle zu 100 % mit denen meiner Figur. Dann verliebe ich mich, fürchte mich, lache … in meinem Kopf.
      Es gibt wieder andere Szenen, in denen ich totalen Abstand habe. Denn die Figur hat einen völlig anderen Charakter als ich. Ich würde nämlich garantiert nicht in einen dunklen Keller gehen, wenn ich mir denken kann, dass dort unten ein Killer auf mich wartet.

    • Daniel Bielenstein sagt:

      Liebe Andrea,
      ich möchte es so sagen: Ich identifiziere mich zwar nicht mit meinen Hauptfiguren, aber ich bin gut mit ihnen befreundet :-) Und ich bin immer neugierig, wie sie sich verhalten. Während des Schreibens meiner Rick Jordan-Bücher habe ich mich zum Beispiel oft gefragt, wie Rick sich wohl in einer bestimmten Situation verhalten würde. Das galt besonders dann, wenn ich im Ausland auf Recherche war – Rick ist ja ein Abenteurer, und sehr viel unerschrockender als ich. Da war er fast ein Vorbild.

  30. Irmi sagt:

    Wann hat man die besten Ideen und wie real sind die Geschichten?

    • Tamina Berger sagt:

      Liebe Irmi,
      das mit den Ideen ist so eine Sache. Bei mir zumindest. Da überlegt man oft wochenlang und es will einem nichts Gutes einfallen – und ganz plötzlich ist sie da, die Idee für den nächsten Roman. Oder gleich für mehrere Romane. Ein Stück Realität ist in meinen Roman immer dabei, meistens beschreibe ich Orte, an denen ich schon war und die ich gut kenne, auch wenn ich sie dann meistens umbenenne, um ein bisschen mehr Freiheit in der Gestaltung zu haben. Da kann ich dann munter Restaurants oder Cafés hinzufügen, die ich für meine Geschichten brauche, die es in Wahrheit dort nicht gibt.
      Lieben Gruß
      Tamina Berger

    • ,,,, oft kommen die Ideen dann, wenn man bei dem Roman, an dem man gerade feststeckt nicht weiterkommt ;-)

      • Es hört sich seltsam an, aber: Manche Ideen liegen einfach in der Luft! Wie ist es anders zu erklären, dass nicht selten mehrere AutorInnen gleichzeitig – und selbst im Detail überraschend übereinstimmend – an ein’-und-demselben Thema arbeiten, ohne dass ein erkennbarer äußerer Anlass (z.B. ein politisches oder kulturelles Ereignis o.ä.) dafür vorhanden ist?
        Einen interessanten Ansatz zur Themenfindung hatte übrigens der Schöpfer und TV-Serien-Produzent David E. Kelley (“Ally McBeal”, “Boston Legal”): Die AutorInnen trafen sich ein Mal wöchentlich in ihrem sog. “Writers’ Room” und erzählten sich gegenseitig, worüber sie sich in der vergangenen Woche so richtig nach Kräften aufgeregt hatten. Aus dem besten “Aufreger” entstand dann das Thema der nächsten Episode.
        Bei mir läuft das – im Miniaturformat – ähnlich. Ich brauche ein Thema, ein Ereignis, einen Vorfall, eine Pressemeldung o.ä., die mich so richtig in Empörung, Wut oder einfach nur Fassungslosigkeit darüber versetzt, was manche Menschen denken und tun (und anderen Menschen antun), um einen Schreibanlass zu haben. Das betreffende Ereignis spielt dabei in der Geschichte gar keine Rolle mehr; es ist lediglich der Auslöser für die emotionale “Initialzündung”. Z.B. haben mich die Foren im Internet, in denen Jugendliche sich über ihre Selbstmordabsichten austauschen, so schockiert, dass ich auf dem Gebiet weiter recherchiert habe. In SCHATTENHERZ spielt dann Selbstmord zwar eine Rolle, aber die Hauptfigur ist ein ausgesprochen (über-)lebenswilliges Mädchen, das an alles andere als an Suizid denkt und damit auch andere “ansteckt”.
        Danke für Deine Frage! Ulrike

      • Angela Mohr sagt:

        Zustimmung :-) Und da sind dann plötzlich die ganzen anderen tollen Ideen viel, viel besser, als dieses blöde Manuskript, mit dem man gerade nicht weiterkommt…

    • Robin Lyall sagt:

      Liebe Irmi,

      das ist ganz unterschiedlich: Manchmal sitze ich buchstäblich am Schreibtisch und grübele stundenlang, wie eine Geschichte weitergeht oder warum eine Figur dies oder jenes tut – und ein andermal bin ich mit etwas ganz anderem beschäftigt und plötzlich ist die Idee da. Für eine Szene, für eine Figur oder für ein halbes Buch. Wenn ich Glück habe, habe ich dann auch einen Stift und einen Zettel in der Nähe … :-)

      Liebe Grüße,
      Robin Lyall

    • Jakob M. Leonhardt sagt:

      Liebe Irmi,
      Ideen haben ist wie seltene Vögel beobachten: Man braucht Geduld und muss sich in unbekanntes Terrain vorwagen. Aber es gibt nie die Garantie, das man wirklich eine zu fassen bekommt ;-) Aber meistens klappt es dann doch, oft wenn man es am wenigstens erwartet.
      Wie real die Geschichten sind: Nun, da meine neue Serie um Henry Vegas in ferner Zukunft auf einem noch ferneren Planeten spielt, würde ich sagen: Sehr realistisch! Zumindest wenn die Zukunft so wird, wie ich sie mir vorstelle …

  31. Gerli sagt:

    Liebe Autoren
    so eine Buch – Beschreibung/Illustration dauert ja länger … und dann, wenn das eine Buch abgeschlossen ist, was passiert dann? Das große schwarze Loch, ausgepowert? Steht denn gleich das nächste Buch an … oder muss zuerst einmal wieder aufgetankt werden? Und wie passiert das Auftanken … mit Hilfe anderer guter Bücher, vielleicht? Oder Natur … Reisen … Filmegucken? Wie wird die Zwischenzeit gefüllt?

    Buchwunsch: Hieronymus Frosch

    • Tamina Berger sagt:

      Liebe Gerli,
      das ist eine gute Frage, über die sich wohl die wenigsten Gedanken machen. Also, ich bin immer total ausgelastet – ist ein Roman fertig geschrieben, wartet schon bereits der nächste. Mit Herumtrödeln ist also nichts. Aber der Abschied von liebgewonnenen Figuren fällt mir nicht leicht. Sie begleiten mich immer ein Stück in meinem Alltag und ich ertappe mich dabei, darüber nachzudenken, was die wohl in einer bestimmten Situation sagen oder tun würden. Und natürlich freue ich mich, wenn das Buch dann erschienen ist, weil diese Figuren dann wieder ein Stück lebendig werden, indem andere Menschen über sie lesen.
      Um Energie für Neues zu tanken, gehe ich am liebsten auf Reisen oder besuche meine Schwester. Mit ihr kann ich am besten Ideen wälzen und mir neue Figuren und Handlungen ausdenken. Oder ich gehe in meinen Garten, lese ein Buch oder schmuse mit meinen Katzen.
      Lieben Gruß
      Tamina Berger

    • Kirsten John sagt:

      Liebe Gerli,
      das große schwarze Loch passiert so nicht, es gibt schließlich noch jede Menge an dem Buch zu tun, nachdem du es geschrieben hast – du musst es ganz bestimmt noch hundert Mal lesen, mit deiner Lektorin bearbeiten, korrigieren, umformulieren… du streitest über einen Titel und wartest gespannt auf die Illustrationen. Und dann grummeln schon die anderen Ideen in deinem Hinterkopf, wollen nach draußen und ans Licht… Aber in einem hast du sicherlich Recht: Lesen ist ein super Ideenfutter, ein besseres gibt es gar nicht!
      Liebe Grüße,
      Kirsten John

    • Lukas Erler sagt:

      Hallo, bei mir ist es so, dass es diesen Abschluss als Fixpunkt gar nicht so recht gibt. Wenn das Manuskript fertig ist, ist es ja noch ein weiter Weg bis zum Buch. Es folgen Überarbeitung, Lektorat, Diskussionen über Coverentwürfe und Titel und viele Dinge, die zwischen Autor und Verlag abgestimmt werden müssen. Das alles zieht sich lange hin, und wenn ich dann irgendwann das Buch in den Händen halte, habe ich meistens schon mit einem neuen Projekt angefangen. Also insofern: keine Auftankphase, kein Beinehochlegen, aber auch kein “schwarzes Loch”. Nach dem Buch ist vor dem Buch!

      • Bei mir: Schwarzes Loch pur! Trauerbedingte Antriebsloigkeit und übermäßiges Schlafbedürfnis inclusive! Ich brauche Wochen oder sogar Monate, bis ich mich – nach dem unweigerlich als letzte Tat zu erfolgten Durchsehen der Druckfahne – vom Abschiedsschmerz erholt habe!
        Da hilft nur: In den Garten gehen, Unkraut jäten und laut dabei singen!

    • Robin Lyall sagt:

      Liebe Gerli,

      also, als ich meine Arena-Trilogie “Berührt”, “Begehrt”, “Betört” beendet hatte und es wirklich nichts mehr für mich dazu zu tun gab – alle Korrekturarbeiten abgeschlossen, Druckfahnen freigegeben … Warten auf das Erscheinen des lezten Bandes – da war ich tatsächlich ein wenig sentimental und wehmütig. So als ob man liebgewonnene Freunde nach einer Reise in einem anderen Land zurücklassen muss. Da hilft nur Ablenkung: Durch Alltag – und neue Schreibprojekte!

      Liebe Grüße,

      Robin Lyall

  32. Emilia sagt:

    Wann und wo habt ihr die besten Ideen zu eurer Arbeit (Bücher, Bilder)?

    Da ich den 1. Band von “Mein Lotta-Leben” schon habe und ganz toll finde, würde ich mir sehr das Hörbuch “Mein Lotta-Leben. Kein Drama ohne Lama” wünschen.

    • Daniela Kohl sagt:

      Liebe Emilia,
      das ist ganz unschiedlich. Bei “Mein Lotta-Leben” kommen mir eigentlich die besten Ideen für die Bilder beim Lesen des Textes. Manchmal hab ich sowas ähnliches auch schon erlebt und kann die Situation dann wie einen Film vor mir ablaufen lassen.
      Oder ich mache einen Spaziergang mit meinem Hund, da fällt mir auch meistens was Lustiges ein.
      Drück dir die Daumen für das Lotta-Hörbuch und freu mich sehr, dass dir Lotta 1 schon so gut gefällt.
      Herzlicher Gruß,
      Daniela Kohl

  33. christina sagt:

    die eigenen Erfahrungen und Gedanken

    • Liebe Emilia,
      Ideen hat man – glaub ich – nicht unbedingt bei bestimmten Tätigkeiten oder an bestimmten Orten. Die fliegen so in der Gegend herum und manchmal nisten sie sich eben bei einem Empfänger ein. Manchmal wache ich morgens auf und weiß plötzlich ohne erkennbaren Anlass, wie eine Geschichte verlaufen oder wie eine neue Hauptfigur aussehen könnte. Und dabei habe ich das Entsprechende – wohlgemerkt – nicht etwa konkret geträumt. Wie heißt es so schön? “Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf” … – Klappt nicht immer, aber manchmal eben schon.

  34. Gaby B. sagt:

    Fragen:

    Autoren: An Buchserien schreiben ja oftmals mehrere Autoren. Sucht ihr euch die Themen aus, oder schreibt ihr nach Vorgabe.

    Illustratoren: Werden die Bilder schon nach den Buchideen gemalt, oder erst wenn das Buch fertig ist.

    Buchwunsch: Hieronymus Frosch

  35. athleticguy sagt:

    Liebe Autoren,
    woher kommen eure Einfälle und Inspiration zu euren Geschichten? Wie lange dauert es, bis diese fertig sind und was macht ihr, wenn ihr gerade keine kreative Idee habt?

    • Tamina Berger sagt:

      Hallo athleticguy,
      oft reicht es, irgendwo einen Satz zu hören, einen Zeitungsartikel zu lesen oder auch nur ein Bild, oder einen Gegenstand zu sehen, damit die Fantasie angeregt wird.
      Wie lange es dauert, bis aus so einer ersten Idee ein fertiges Manuskript oder gar ein Buch wird, ist sehr unterschiedlich. Manchmal dauert es Jahre, manchmal geht es bedeutend schneller und manche Ideen bleiben für immer in der Ideenkiste, weil sie nicht reif genug sind, veröffentlicht zu werden.
      Wenn mir gerade nichts einfallen will, mache ich was ganz anderes – Bügeln hilft, z.B.. Am liebsten kommen die Ideen nämlich dann, wenn man sie nicht herbeizwingt. Aber die Angst, mir könnte gar nichts mehr einfallen, habe ich nicht. In Wahrheit habe ich mehr Ideen, als ich schreiben kann und Zeit dafür habe.
      Lieben Gruß
      Tamina Berger

    • Lieber athelticguy, ich habe Gundi (siehe unten) dazu schon einiges geschrieben. Ich persönlich finde übrigens das Ausdenken von Geschichten ziemlich einfach. Sie dann zu schreiben, und zwar so, dass sie auch richtig gut werden … PUH! Das ist arbeit! Deshalb stellt sich mir auch immer die Frage, ob eine Idee auch wirklich gut ist, denn nur dann lohnt es sich auch, an ihr zu arbeiten. Wenn mir nichts einfällt, blättere ich illustierte durch, nehme mir ein Lexikon und schlage wild Begriffe nach oder sehe mir vertraute Dinge aus einer anderen Perspektive an, zum Beispiel mein Arbeitszimmer im Kopfstand oder die Wohnung beim Rückwärtsgehen.

  36. Gundi sagt:

    An die Autoren:
    Wieviele persönliche Erlebnisse und Erfahrungen stecken in euen Geschichten?

    • Bettina Brömme sagt:

      Hallo Gundi,
      natürlich passiert es immer mal wieder, dass man auf ein persönliches Erlebnis und eigene Erfahrungen zurück greift. Aber die würden für ein ganzes Schriftstellerleben nicht ausreichen. Und gerade wenn – wie in den Arena Thrillern – gemobbt, gejagt, geprügelt oder gar gemordet wird – dann hat man hoffentlich wenig Erfahrungen aus dem realen Leben. Der Reiz ist eben gerade, sich Dinge vorzustellen, die einem selbst noch nicht geschehen sind. Und man kann ja auch recherchieren: Filme, Bücher, Interviews zum Thema – das beflügelt die Autoren-Fantasie oft ziemlich gut. Aber klar – bei grundsätzlichen Dingen wie erste Verliebtheit fließen die eigenen Erinnerungen – in abgewandelter Form – immer mal in den Text, vor allem die Emotionen, denn die bewahrt man sich doch lange.

    • Liebe Gundi,
      ich glaube, alles, was ich schreibe, hat irgendwie mit mir zu tun. Es ist zwar nicht so, dass mir alles, was in meinen Büchern vorkommt, auch passiert. Aber alles kommt aus der Erfahrung oder aus Träumen. Und je mehr ich davon habe, desto besser. Dann setze ich mich hin, nehme mir hier ein bisschen Erfahrung, dort ein bisschen Traum – und bastel das zu etwa Neuem zusammen. Ich finde meine Arbeit am ehesten vergleichbar mit einer Collage: Aus vielen einzelnen Teilen, die alle irgendwoher kommen, setze ich was Neues zusammen. Das macht Riesenspaß, und das kann übrigens jeder! Wenn man sich was ausdenken will, und einem fällt nichts ein, dann nimmt man einfach zwei Leute, ein Ding und eine Situation – und schon geht´s los: Achim wirft Bert einen Ball zu. Bert lässt den Ball vorbei, der fliegt auf die Straße, ein Auto muss ausweichen, fährt in einen Gemüsestand, worauf Äpfel, Birnen und Citronen durch die Luft wirbeln und eine Flugente irritieren, die vom Kurs abkommt … und schon hat man ein Grundgerüst, auf dem aufbauen kann. Mit meienr tochter habe ich früher auf diese Art udn Weise dauernd Geschichten erfunden. Das macht nicht nur Riesenspaß, sondern trainiert auch.

    • Liebe Gundi,
      in meinen Romanen eine ganze Menge. Ich habe zwar eine blühende Fantasie, aber die alleine reicht nicht, sie muss erst einmal angestoßen werden. Meine Indianerromane haben fast alle einen reellen Hintergrund und die kleinen Geschichten “nebenbei” sind tatsächliche Erfahrungen. Die verrücktesten Begebenheiten bei denen der Leser garantiert denkt: Nun ist aber die Fantasie mit ihr durchgegangen, die sind “echt”.
      Und wenn der Leser denkt: Wow, das konnte sie bestimmt nur so eindringlich beschreiben, weil sie es erlebt hat – dann ist es mit großer Wahrscheinlichkeit ein Produkt der Fantasie.
      Es so hinzukriegen, dass der Leser darüber nachdenkt, damit quälen wir uns herum.

    • Angela Mohr sagt:

      Hallo Gundi,

      das ist ganz unterschiedlich.
      Letztlich haben die tieferliegenden Themen; also die Ebene, auf der sich die Emotionen abspielen, immer mit einem selbst zu tun – auch wenn die Handlung vielleicht in einer völlig anderen Wirklichkeit angesetzt ist.
      Ohne eine Kernszene, die ich emotional nachvollziehen kann, kann und mag ich überhaupt nicht anfangen mit einem Buch.
      Das Beste für AutorInnen ist in meinen Augen ohnehin ein möglichst bewegter Lebenslauf mit Höhen und (noch besser) vielen ernsthaften Krisen und Tiefen…
      Es kann auch nur von Vorteil sein, in möglichst viele Lebensbereiche und Lebenswirklichkeiten mal einzutauchen – ob es die Arbeit in einem Drecksjob ist, ein Aufenthalt in der Psychiatrie, das Verlorengehen in einer Stadt, die man nicht kennt, und deren Sprache man nicht spricht, auf Tuchfühlung zu sein mit kranken Menschen oder einem traumatisierten Bundeswehrsoldaten (um nur ein paar klitzekleine Beispiele zu nennen)… jede Erfahrung kann nur gut sein.. (auch wenn einem das im Moment der Erfahrung selbst oft nicht so vorkommt ;-))
      Ich habe sowohl Themen, die in meinem Leben bisher keine Rolle gespielt haben, als auch sehr persönliche Geschichten verarbeitet (Letzteres z.B. in “Ada. Im Anfang war die Finsternis”) . Wenn man eine sehr persönliche Geschichte schreibt, ist es auf jeden Fall wichtig, dass die Erfahrung – vor allem, wenn sie schmerzhaft war – schon verarbeitet ist, bevor man einen Roman dazu verfasst. Schreiben für die Öffentlichkeit ist keine Therapie – und der Leser kein Therapeut! :-)
      Aber natürlich ist es etwas ganz Besonderes, wenn ein ganz persönliches Thema Grundlage für ein Buch wird… ich habe in dem Fall beim Schreiben hier und da mich um ganze Szenen herumgedrückt, weil ich “da” nicht nochmal reinwollte und wirklich auch geweint dabei, das ist sonst nicht so häufig. Meine Lektorin war da eine unschätzbare Hilfe, da sie mir keine Umwege durchgehen ließ … ;-)

  37. Simone S.-S. sagt:

    Wenn die Zeichnungen entstehen, lesen Sie dann erst die ganze Geschichte oder haben Sie bereits bei der Überschrift bestimmte Bilder im Kopf?

    Buchwunsch: Hieronymus Frosch

    • Dorothee Mahnkopf sagt:

      Ich lese immer die ganze Geschichte, denn Titel können oft auch irreführen (was ja nicht schlecht ist), und die Sprache des Autors ist auch oft sehr inspirierend. Manchmal sind sofort Bilder da bei den ersten Wörtern, manchmal muß man eine Nacht oder einen Tag drüber träumen.

  38. Michael Freyer sagt:

    An die Illustratoren:
    Woran orientiert ihr euch bei den Figuren, wenn es noch kein Muster/Vorlage gibt?

    • Dorothee Mahnkopf sagt:

      Ich überlege mir oder erfrage, welches Alter die Leser (Kinder) und welches die Figuren im Buch. Dann hat jede Geschichte ihren eigenen Ton, ihre eigene Stimmung und Intention. Dazu sollten die Figuren passen, finde ich.

  39. jenny sagt:

    Welche Figur aus Büchern oder Märchen wünscht du dir selber gerne zu sein und vielleicht auch eine Woche lang mal Leben zu wollen??

    • Hallo Jenny,

      etwas ganz Ungewöhnliches: Ich würde gern einmal in die Haut der Grace aus Falkners “Moonfleet” schlüpfen – und in meiner Version der Geschichte dann mit John Trenchard seine Abenteuer erleben. Dass die Grace aus meiner “Herz aus Glas”-Serie allerdings diesen Namen trägt, ist Zufall. ;-)
      Liebe Grüße und danke für diese Frage. Kathrin Lange

    • Kirsten John sagt:

      Hallo Jenny,
      ich wäre fürchterlich gerne mal durch Hogwarts gestromert… Hätte ja nichts Gefährliches passieren müssen, nur mal so den Alltag in diesem Schloss erleben, Harry Potter aus der Ferne sehen (soooo super ist er dann ja auch nicht), Zaubertränke bei Snape gebraut (allerdings war ich in Chemie in der Schule eine Null), eine Runde auf dem Besen gedreht (im Fliegen war ich besser)… und übrigens sieht Cedric Diggory in Wirklichkeit viel besser aus als Robert Pattinson.
      Lieben Gruß,
      Kirsten John

    • Robin Lyall sagt:

      Hallo Jenny,
      das ist ja eine tolle Frage! Also, wenn du meine gute Fee wärst und ich mir wünschen dürfte, in ein Buch einzutauchen, dann hoffe ich, dass ich mich nicht nur für eines entscheiden müsste! Da gäbe es so viel zu erleben und zu erfahren: Vielleicht als Ronja Räubertochter mit Birk herumzustromern? Eine Woche lang Pippi Langstrumpf sein oder Meister Hora aus “Momo”? Oder mit Jules Verne in 80 Tagen um die Welt reisen? Robinson Crusoe? Old Shatterhand? Oder die Fee Morgaine aus den Nebeln von Avalon? Oh, und natürlich wäre ich sehr gern mal eine (ungefährliche) wildromantische Woche lang Jamies Claire aus der Highlandsaga von Diana Gabaldon…

      Liebe Grüße,

      Robin Lyall

    • Liebe Jenny,
      ich glaube, ich wäre gern mal eine Zeitlang Gollum aus Herr der Ringe. Denn ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jemand immer und dauernd einfach nur böse ist. Ich wüsste gerne mal, was Gollum macht, wenn er Feierabend hat. Guckt er dann Mittelerde-TV? Spielt er Schach mit einem anderen Fiesling? Oder liest er einfach nur ein gutes Buch, zum Beispiel die Ghostfighter?